Eine Premiere, die zufriedenstellt

18.04.2017 • 20:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Derbys zwischen der VEU und dem EHC Lustenau waren mit knapp 2000 Fans der Zuschauermagnet im Ländle. Foto: sams
Die Derbys zwischen der VEU und dem EHC Lustenau waren mit knapp 2000 Fans der Zuschauermagnet im Ländle. Foto: sams

Die erste Auflage der Alps Hockey League wurde gut angenommen.

Schwarzach. Die Sky Alps Hockey League blickt auf eine erfolgreiche erste Saison zurück. Als verheißungsvolles Projekt mit 16 Vereinen aus Italien (8), Österreich (7) und Slowenien (1) gestartet, krönten sich nach 337 Spielen die Rittner Buam zum ersten Meister. „Die Liga ist im ersten Jahr sehr gut organsiert gewesen“, findet Dr. Peter Mennel, Präsident der Erste Bank Eishockey Liga. „Die Erwartungshaltung war bei den Vereinen vor Saisonbeginn sehr unterschiedlich, die Liga ist aber überall gut angenommen worden“, fand er lobende Worte für die neue Liga.

Mit der Meisterfeier der Rittner Buam ist die erste Saison der Sky Alps Hockey League auch offiziell zu Ende gegangen. Das Team von Coach Riku-Petteri Lehtonen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und legte mit 14 Erfolgen in Serie auch die längste Siegesserie der Saison hin. Über weite Strecken duellierten sich die Rittner mit dem HC Pustertal, der die erste Phase des Grunddurchgangs mit 76 Punkten, einen Zähler hinter dem späteren Meister, beendete. Umso überraschender kam das Viertelfinal-Aus gegen SG Cortina, gleichzeitig die wohl größte Sensation der ersten Spielzeit. Diese beiden Mannschaften lieferten sich zum Play-off-Auftakt auch die längste Partie der Saison, nach exakt 109 Minuten traf Riley Brace zu Cortinas Serienführung.

Stanley im Team der Saison

Der zweite Topfavorit auf den Titel kam erst im Laufe der Zeit in die Gänge. Asiago legte einen Fehlstart hin, setzte aber zur Aufholjagd an und schaffte doch noch die Master Round-Qualification der sechs besten Mannschaften. Der Erfolgslauf endete erst im Finale, mit Anthony Nigro stellten die Italiener aber den Topscorer. Der Kanadier kam auf 70 Punkte (26 Tore, 44 Vorlagen) in 50 Spielen und wurde von den Fans auch in das „Team der Saison“ gewählt. Mit Goalie Frederic Cloutier und Daniel Sullivan wurden zwei weitere Asiago-Spieler nominiert, zudem komplettierten Rittens Christian Borgatello, Dylan Stanley von der VEU Feldkirch und Eric Pance die Auswahl. Der Slowene setzte am 17. September 2016 bei Jesenices 8:2-Auftaktsieg über Gröden nach nur 43 Sekunden mit dem ersten Tor der neuen Meisterschaft nicht nur einen Meilenstein, er wurde später von den Journalisten auch zum wertvollsten Spieler (MVP) der Saison gekürt.

Mit 32 Treffern in 31 Partien sicherte sich Pance auch die Torjägerkrone. Den höchsten Zuschauerschnitt hatte Feldkirch mit 1264 Fans zu verzeichnen, gefolgt vom HC Pustertal mit 1131. Zum EHC Lustenau (6.) kamen 926, der EC Bregenzerwald (7.) spielte vor durchschnittlich 784 Besuchern.