Das Team und Bader, das passt

19.04.2017 • 20:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Der Schweizer bleibt wohl auch nach der WM österreichischer Eishockey-Teamchef.

Schwarzach. (VN-ko) Alles an Bord. Wenn Österreichs Eishockey-Nationalteam heute zur WM nach Kiew aufbricht sind auch Manuel Ganahl und Alexander Pallestrang dabei. Der Stürmer aus dem Montafon sollte nach einer Laser­operation am Auge beim Auftaktspiel gegen Kasachstan am Samstag ebenso wieder einsatzfähig sein wie der Verteidiger aus Lauterach, der an einer Bauchmuskelzerrung laborierte.

In Ruhe finalisieren

Die Zukunft einer weiteren Personalie scheint ebenfalls geklärt: Bei Teamchef Roger Bader stehen die Zeichen auf Verlängerung. „Ich habe noch nicht verlängert“, sagt der Schweizer zwar. Für Verbandspräsident Gernot Mittendorfer aber eine Formsache: „Sieben Siege in den zehn Spielen sind eine Bilanz, die für sich spricht. Wir haben A-Nationen besiegt. Ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft in ähnlicher Konstellation arbeiten werden. Wir haben eine grundsätzliche Vereinbarung getroffen und werden das in aller Ruhe nach der WM finalisieren“, sind für den ÖEHV-Boss die Kiew-Resultate nicht für die Vertragsverlängerung ausschlaggebend. Mittendorfer: „Ich hoffe, Bader kann weiter so positive Beiträge leisten wie bis dato. Wir haben alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche WM-Teilnahme. Aber man kann im Sport nichts erzwingen, alle Nationen sind näher zusammengerückt. Es ist auch im Vorjahr die Welt nicht untergegangen.“

Bader, der in den zehn Spielen seiner Ära sieben Siege einfuhr, ist mit der Vorbereitung sehr zufrieden. „Wir sind bereit für die Weltmeisterschaft.“ Die Testspielresultate will der 52-jährige nicht überbewerten: „Wir haben vielleicht Selbstvertrauen geholt, aber bei der WM beginnt alles bei null. Im letzten Testspiel – beim 6:5 gegen Italien – haben wir zu viele Gegentore kassiert. Es gab Schnitzer in der defensiven Zone, die wir uns nicht leisten können. Ich bin aber zufrieden, dass das Toreschießen auf verschiedene Schultern verteilt war.“

Kasachstan ist Favorit

Selbstläufer wird die WM aber keiner, das weiß auch Bader. Mit Kasachstan, das im ersten WM-Kader 23 Spieler vom KHL-Klub Barys Astana genannt hat, steht der Favorit auf den Gruppensieg fest. Ungarn, Ukraine, Südkorea und Polen heißen die Konkurrenten auf den zweiten Platz, der ebenfalls die Qualifikation für die A-WM 2018 bedeuten würde.

Ein ehemaliger Vorgesetzter von Bader im Schweizer Eishockeyverband hat übrigens ein interessantes Angebot bekommen. Ex-Nationalteamtrainer Ralph Krueger steht auf der Wunschliste des NHL-Klubs Van­couver. Der ehemalige VEU-Meistermacher und aktuell Vorstandsvorsitzende des Premier-League-Vereins Southampton hat aber gegenüber Schweizer Medien verlauten lassen, dass seine Aufmerksamkeit momentan ganz

dem

Fuß-

ballklub

gehöre.

Bei einer Weltmeisterschaft beginnt alles bei null.

Roger BAder