Schnee, Sonne und alte Freunde

19.04.2017 • 20:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Rheinvorland trainierte die Mannschaft des SC Austria Lustenau erstmals vor den Augen von Neo-Chefcoach Andreas Lipa. Fotos: Steurer/2
Im Rheinvorland trainierte die Mannschaft des SC Austria Lustenau erstmals vor den Augen von Neo-Chefcoach Andreas Lipa. Fotos: Steurer/2

Ära Lipa bei Austria Lustenau begann unter ganz besonderen Voraussetzungen.

Lustenau. Elf Jahre war er weg und es war doch so, als ob er Lustenau nie verlassen hätte. Einst war Andreas Lipa als aktiver Profifußballer von der Austria gegangen, nun kehrt er als neuer Trainer und „Heilsbringer“ zurück. Mit dem 45-Jährigen am Ruder soll die so sehr ersehnte Rückkehr in das Fußball-Oberhaus gelingen.

Gut eine halbe Stunde sprach der Wiener an seinem ersten Arbeitstag im Reichshofstadion mit der Mannschaft, dann durften diejenigen, die in Horn gespielt hatten, wieder gehen. Um 11.30 Uhr begann dann für den Rest des Kaders bei eisigem Wind und vor den Augen von Lipa das Training im Rheinvorland.

Klare Ansagen

„Wir müssen aufsteigen, daran führt kein Weg vorbei“, machte der Neo-Trainer kein Geheimnis aus seinen Erwartungen. Die Mission Aufstieg war auch das Thema seiner ersten Gespräche mit der Mannschaft bzw. einzelnen Spielern sowie Präsident Hubert Nagel. Der 65-Jährige begrüßte seinen neuen Coach sehr herzlich, fast wie einen „verlorenen Sohn“, nicht zuletzt deshalb meinte Lipa: „Es fühlt sich fast so an, als wäre ich nie weg gewesen. Alle, der Präsident, Daniel Ernemann, Tamas Tiefenbach sowie Lotte, die Frau für alle Fälle, sind noch da. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir alle älter geworden und nicht mehr so fit sind wie früher.“

Noch offen ist die Entscheidung, wer als Kotrainer mithelfen soll, die Austria nach 17 Jahren Abstinenz wieder in die Bundesliga zurückzuführen. Interimscoach Daniel Ernemann ist nicht nur für Lipa Favorit, auch Nagel forciert diese Variante. Ob auch Tiefenbach den gemeinsamen Weg mitgehen wird, steht noch nicht fest. Ebenso unsicher ist die sportliche Zukunft des derzeitigen Kotrainers Walter Bitriol.

Debüt am Freitag

Wichtig für Lipa: Er kann sich in den nächsten Wochen ein genaues Bild von der Mannschaft machen. „So können wir seriöser für die neue Saison planen.“ Am Freitag folgt dann seine Premiere auf der Trainerbank der Grün-Weißen. Gegen den Floridsdorfer AC feiert er sein Debüt als Profitrainer. Damit schließt sich fürs Erste der Kreis. Richtiges Glücksgefühl aber wird sich erst mit Zielerreichung – Aufstieg – einstellen. Grundstein dafür soll das Personal sein, über das er mit dem Präsidenten schon gesprochen hat. „Er weiß, wen ich behalten möchte“, so Lipa, der zudem mit vier Neuen rechnen darf.