Klien zurück im Renngeschäft

20.04.2017 • 20:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christian Klien geht mit dem 600-PS-Jaguar in seine zweite Saison beim Emil-Frey-Racing-Team Foto: efr
Christian Klien geht mit dem 600-PS-Jaguar in seine zweite Saison beim Emil-Frey-Racing-Team Foto: efr

Der Hohenemser startet im Blancpain-Endurance-Cup in die Rennsaison.

Monza. (VN-dg) Erstmals seit einigen Jahren wird Christian Klien wieder eine komplette Rennserie von Saisonbeginn an durchfahren. Der Ex-Formel-1-Pilot kommt als Stammfahrer beim Schweizer Emil-Frey-Racing-Team aus Safenwil im Blancpain-GT-Series-Endurance-Cup (BEC) zum Einsatz. Die BEC ist eine der am stärksten besetzten GT-Rennserien der Welt. Sie wurde 2011 als Nachfolge-Serie der FIA-GT-Meisterschaft ins Leben gerufen. Ein ausgeklügeltes „Balance of Performance“-Reglement sorgt für Chancengleichheit.

Intensive Vorbereitungsphase

Für das erste Saisonrennen in Monza sind 54 GT3-Fahrzeuge von 13 Herstellern gemeldet. Das Klien-Team muss sich mit einem privat weiterentwickelten Jaguar-GT3 gegen Marken wie Audi, Mercedes, Bentley, Ferrari, Lamborghini, Porsche, BMW oder McLaren mit ihren Supersportwagen behaupten. Insgesamt stehen mit drei Drei-Stunden-Rennen (Monza, Silverstone und Barcelona), einem Sechs-Stunden-Rennen (Paul Ricard) und dem Saisonhöhepunkt – dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, Ende Juli – fünf Langstreckenrennen auf dem Programm. Das Emil-Frey-Racing-Team wird dann Ende Sommer eventuell noch an zwei weiteren Läufen zum BEC-Sprint-Cup (einstündige Rennen) in Budapest und auf dem Nürburgring antreten.

Das Emil-Frey-Privatteam hat über den Winter hart gearbeitet, sich intensiv vorbereitet. Teamchef Lorenz Frey: „Wir haben unser Equipment optimiert, acht Testtage absolviert und mit den Fahrern ein Trainingscamp bestritten. Wir wollen 2017 permanent in die Punkteränge vorstoßen. Als einziger privater GT3-Fahrzeughersteller in der wettbewerbsfähigsten GT-Rennserie weltweit – ein sehr ambitioniertes Ziel.“

Die Rennresultate im Vorjahr waren durchzogen. Der siebte Platz beim Finale am Nürburgring – mit Klien – brachte einen versöhnlichen Abschluss. Der 34-jährige freut sich auf seinen ersten Renneinsatz: „Ich denke, wir sind heuer gut aufgestellt. Es wurde viel an der Fahrzeugabstimmung gearbeitet. Dazu gibt es auch mehrere Updates am Auto, was das Handling verbessert hat. Die neuen Pirelli-Reifen sind vorne etwas breiter und bieten auch insgesamt mehr Grip auf der Vorderachse, was genau unser Auto braucht. Zudem haben wir die Standfestigkeit verbessert. Während der Vorsaisontests hatten wir so gut wie keine Defekte.“

Schnelle Kollegen

Das Team wird zwei Autos einsetzen. Mit der Startnummer 14 fahren Teamchef Lorenz Frey, der Monegasse Stephane Ortelli und der Spanier Albert Costa Balboa. Die beiden Teamkollegen von Klien (im Schwesterauto mit der Startnummer 114) sind der Schweizer Jonathan Hirschi und neu der Deutsche Marco Seefried, Ex-Mercedes-AMG-Pilot, der in Tirol lebt. Klien: „Mit Hirschi und Seefried habe ich nun zwei schnelle, erfahrene Teamkollegen. Zielsetzung ist ganz klar das Erreichen eines Top-Ten-Platzes in der Endabrechnung.“