Primus zeigt sich standesgemäß

20.04.2017 • 20:53 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Flügelflitzer Luca Raschle war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Harder Handballer beim 30:20-Kantersieg über Ferlach.  Foto: gepa
Flügelflitzer Luca Raschle war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Harder Handballer beim 30:20-Kantersieg über Ferlach. Foto: gepa

Harder Handballer starten mit 30:20-Erfolg über Ferlach in die K.-o.-Phase.

Hard. Sechs Tage nach der 29:30-Niederlage im Halbfinale des ÖHB-Cups beim Final-Four-Turnier in Graz gegen den späteren Cupsieger Fivers Margareten meldete sich der Alpla HC Hard in eindrucksvoller Manier zurück. Mit einem 30:20-Heimsieg gegen Liganeuling SC Ferlach im ersten Duell der Best-of-three-Viertelfinalserie haben die Roten Teufel vom Bodensee die Türe zum Halbfinale in der Handball-Liga Austria mehr als nur weit geöffnet und können bereits am Sonntag beim Gastspiel in der südlichsten Stadtgemeinde Österreichs das Ticket für die Vorschlussrunde lösen.

Von Beginn an bei der Sache

Der Sieger des Grunddurchgangs und Erste der Play-off-Runde stellte von Beginn an klar, dass man gewillt war, so schnell wie möglich die Favoritenrolle auf dem Parkett unter Beweis zu stellen und die Ambition der Equipe aus der Büchsenmacherstadt für eine Sensation im Keim zu ersticken.

Bereits nach einer Viertelstunde hatten die Gastgeber mit der 9:3-Führung klargemacht, wer in der Teufelsarena das Sagen hat. Besonders Flügelspieler Luca Raschle präsentierte sich mit fünf seiner insgesamt sechs Treffer in dieser Phase in Torlaune. Bis zur Pause hatte sich die Equipe von Coach Petr Hrachovec auf 17:11 abgesetzt und es war lediglich noch die Frage offen, wie hoch der Erfolg des Favoriten ausfallen wird.

Doch selbst die klare Führung ließ nach Wiederanpfiff die Hrachovec-Schützlinge nicht leichtfertig werden und der Vorsprung wurde suk­zes­si­ve vergrößert. Daran änderte sich auch nichts, als Hrachovec nach der 25:17-Führung in der letzten Viertelstunde seinen Leistungsträgern eine Pause gönnte und seine „zweite“ Garnitur aufs Parkett schickte. Acht Minuten vor dem Ende feierte dann ÖHB-Jugendteamspieler Paul Schwärzler sein HLA-Debüt, ein Torerfolg blieb dem 17-Jährigen allerdings verwehrt. Am Ende durfte der fünffache HLA-Meister über einen souveränen ersten Auftritt in der K.-o.-Runde jubeln, und der Sprung ins Halbfinale scheint geschafft.

Verständlich zufrieden ob des klaren Sieges zeigte sich Hrachovec: „Ich denke, wir haben die richtige Antwort auf die Niederlage im Cup-Halbfinale gegeben. Basis waren die solide Arbeit in der Deckung und Goalie Golub Doknic, der verdient als Spieler des Abends ausgezeichnet wurde.“

Ziura rettet die Fivers

Dass sogenannte Pflichtsiege nicht immer einfach sind, sah man bei Titelträger Margareten. Am Ende war es Vitas Ziura, der vier Sekunden vor dem Ende den glücklichen Siegtreffer beim 30:29-Heim-erfolg gegen Linz erzielte. In der dritten Partie des Tages setzte sich Krems in der eigenen Halle gegen West Wien mit 35:27 durch.

Wir haben jetzt den Grundstein gelegt und wollen in Ferlach den Halbfinaleinzug fixieren.

Petr Hrachovec

Handball

Handball-Liga Austria der Männer (HLA) 2016/17

» Viertelfinale (Best of three)

1. Oberes Play-off – 3. Unteres Play-off

Alpla HC Hard – SC Ferlach 30:20 (17:11)

Sporthalle am See, SR Posch/Stangl

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 5

Torfolge: 2. 0:1, 8. 4:1, 12. 5:3, 15. 9:3, 21. 11:7, 25. 14:8, 30. 17:10, 32. 19:11, 39. 22:13,
42. 24:16, 46. 25:17, 51. 26:17, 53. 27:18, 58. 28:20

Alpla HC Hard: Hurich, Pouget, Doknic; Schmid (3), Raschle (6), Zivkovic (3), Wüstner (1), Tanaskovic (1), Schwärzler, Schlinger (4/1), Knauth (2), Zech, Dicker (2), Herburger (2),
Zeiner (5/2), Surac (1)

SC Ferlach: Meleschnig, Oslovnik, Strießnig; Arnaudovski (8/1), Simic (1), Krobath (1),
Markovic, Suppan, Rath (3), Mujanovic (2), Pomorisac (4), Gonzales-Martinez (1), Donesch, Fürstler

SC Ferlach – Alpla HC Hard Sonntag, 18 Uhr

Ballspielhalle Ferlach, SR Schober/Stollberg

Alpla HC Hard – SC Ferlach Freitag, 28. April (falls nötig)

2. Oberes Play-off – 2. Unteres Play-off

HC Fivers WAT Margareten – HC Linz 30:29 (15:17)

Tore HC Fivers WAT Margareten: Ziura (5/1), Ivan Martinovic, Jonas, Jovanovic, Riede,
Seidl (je 4), Aljetic (2), Nikolic, Kolar (je 1), Marin Martinovic (1/1)

Tore HC Linz: Kainmüller (7), Kislinger (6/5), Preinfalk, Ascherbauer (je 4), Lehner, Vuckovic, Bajgoric (je 2), Hoflehner, Fuchs (je 1)

Weitere Termine: Sonntag, 18 Uhr und Freitag, 28. 4., 19 Uhr (falls nötig)

4. Oberes Play-off – 5. Oberes Play-off

UHK Krems – SG Handball West Wien 35:27 (16:12)

Tore UHK Krems: Schopf (8/1), Visy (8), Feichtinger (6), Posch (4), Mitkov (3/2), Tomann, Zupanac, Simek (je 2)

Tore SG Handball West Wien: Jochmann (7/1), Ranftl (4), Feuchtmann (3), Simon Pratschner, Führer, Rabenseifer, Schiffleitner, Julian Pratschner (je 2), Seitz, Jelinek (je 1), Frimmel (1/1)

Weitere Termine: Sonntag, 17 Uhr und Freitag, 28. 4., 17.30 Uhr (falls nötig)

3. Oberes Play-off – 1. Unteres Play-off

Bregenz Handball – Schwaz Handball Tirol 24:27 (11:16)

Handballarena Rieden, SR Hofer/Schmidhuber

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 9

Torfolge: 3. 0:3, 9. 4:4, 15. 4:8, 20. 9:10, 28. 11:15, 31. 12:17, 39. 15:19, 44. 19:19, 48. 22:19, 51. 22:22, 55. 24:23, 56. 24:24, 58. 24:25, 59. 24:26

Bregenz Handball: Aleksic, Häusle; Amadeus Hedin (6/1), Frühstück (4/1), Beljanski (4), Klopcic, Lampert, Bammer (2), Schnabl, Esegovic (2), Belos (1), Obwexer, Mohr, Gangl, Glaser, Warvne (5)

Schwaz Handball Tirol: Alikadic, Kishou (1); Wanitschek (2), Kandolf (3), Manuel Schmid (2), Wilfling, Harbuz (6), Jespen (4), Steiger (6/3), Prakapenia (3), Hochleitner, Igibinoba, Lochner, Huber

Schwaz Handball Tirol – Bregenz Handball Sonntag, 17 Uhr

Sporthalle Ost, SR Hurich/Bolic

Bregenz Handball – Schwaz Handball Tirol Freitag, 28. 4. (falls nötig)

» Halbfinale (Best of three) 11., 14. und ggf. 20. Mai

Sieger Hard/Ferlach – Sieger Krems/West Wien

Sieger Margareten/Linz – Sieger Bregenz/Schwaz

» Finale (Best of three) 25., 28. Mai und ggf. 2. Juni (jeweils 20.15 Uhr)

» Erklärung: In der K.-o.-Phase (Viertelfinale) hat das besser klassierte Team nach der Play-off-Runde im ersten und möglichen dritten Spiel jeweils Heimvorteil.