Ein Fall für Starkbaum

21.04.2017 • 20:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Torhüter Bernhard Starkbaum ist ein Schlüssel für Österreich bei der WM in Kiew.  Foto: gepa
Torhüter Bernhard Starkbaum ist ein Schlüssel für Österreich bei der WM in Kiew. Foto: gepa

Österreichs Eishockeyteam startet heute in Kiew gegen Kasachstan in die WM.

Kiew. (VN-ko) Alle Wege führen nach Rom, heißt es. Für Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft geht aber nur einer zurück in den A-Pool: jener über Kiew. Dort wartet heute (19.30 Uhr) mit Kasachstan der große Favorit für den Aufstieg. Platz zwei in der Division 1A (B-WM) reicht aber ebenfalls für die Rückkehr in die A-Klasse.

Nur ein „Exot“ bei Kasachstan

Schlüssel für eine erfolgreiche WM gibt es viele, aber einer ist besonders wichtig: die Form des Torhüters. „Ich habe noch nicht entscheiden, wer wie viele Spiele macht“, sagt Roger Bader über die Rollenverteilung von Bernhard Starkbaum, Daniel Madlener und David Kickert. „Es könnte sein, dass ich jedes Mal wechsle. Ich schließe aber auch nicht aus, dass ein Torhüter alle fünf Spiele macht.“ Die WM als ein Fall für Starkbaum also. In der Vorbereitung lieferte der 31-jährige Wiener im Nationalteam sehr gute Leistungen ab. Bei der letzten B-WM wurde der Salzburg-Torhüter mit Schweden-Erfahrung als bester Schlussmann ausgezeichnet.

Kasachstan, der heutige Auftaktgegner beim Turnier in Kiew, baute beim 3:1-Testspielsieg gegen Italien auf 22 Spieler vom KHL-Klub Barys Astana, mit Verteidiger Dmitri Stepanow von Beibarys Atyrau befand sich nur ein „Exot“ im Kader. Fünf Kanadier wurden eingebürgert, alle haben NHL-Erfahrung. Die Stürmer Dustin Boyd (229 NHL-Spiele), Nigel Dawes (223), Brandon Bochenski (156), Martin St. Pierre (39) und Verteidiger Kevin Dallman (154), übrigens ein Neffe des Austro-Kanadiers und Ex-Teamspielers Marty Dallman sind alle jenseits von 30 Jahren, bürgen aber für Qualität. „Vom Papier her sind sie die stärksten“, weiß Bader. „Sie kennen von der KHL her Tempo und Intensität, das ist höher, als es unsere Spieler gewohnt sind.“ Aber der Teamchef sucht mit gleichen Mitteln den Erfolg: „Wir werden versuchen, sie mit Forechecking unter Druck zu setzen, mit einem guten Mix aus Offensive und Defensive. Die Mannschaft ist jung und schnell und fit. Wir haben fünf Spiele in sieben Tagen, da müssen wir die Belastung auf verschiedene Schultern verteilen“, so der Teamchef.

Sofort top sein

Dass es für sein Team – mit neun Vorarlbergern – gleich mit einem Schlager losgeht, passt dem Schweizer ganz gut. „Ich bin nicht unglücklich, dass wir diese Partie gleich am Anfang haben. Weil da wissen wir, dass wir sofort top sein müssen. Und nicht gegen einen vermeintlich Leichten starten, der es dann eh nicht ist“, so Bader.

Wenn wir unser Eishockey spielen, in jedem Wechsel alles geben, ist alles möglich.

Roger BAder

Eishockey

Weltmeisterschaft Division 1A (B-WM) in Kiew

Heute spielen

Ukraine – Ungarn 12.30 Uhr

Südkorea – Polen 16.00 Uhr

Österreich – Kasachstan 19.30 Uhr

Sonntag

Kasachstan – Südkorea 16.00 Uhr

Polen – Ukraine 19.30 Uhr

Montag

Ungarn – Österreich 19.30 Uhr

Dienstag

Kasachstan – Polen 12.30 Uhr

Ungarn – Südkorea 16.00 Uhr

Ukraine – Österreich 19.30 Uhr

Mittwoch

Kasachstan – Ukraine 19.30 Uhr

Donnerstag

Polen – Ungarn 16.00 Uhr

Österreich – Südkorea 19.30 Uhr

Freitag

Ungarn – Kasachstan 12.30 Uhr

Polen – Österreich 16.00 Uhr

Südkorea – Ukraine 19.30 Uhr

Fernsehen: alle Spiele werden auf ORF Sport+ live überrtagen

Kader Österreich

David Kickert (Vienna Capitals), David Madlener (KAC), Bernhard Starkbaum (Salzburg)

Verteidigung: Christoph Duller (KAC), Dominique Heinrich (Salzburg), Erik Kirchschläger (Linz), Alexander Pallestrang (Salzburg), Markus Schlacher (VSV), Martin Schumnig (KAC), Steven Strong (KAC), Stefan Ulmer (Lugano/SUI), Layne Viveiros (Salzburg)

Angriff: Marco Brucker (KAC), Manuel Ganahl (KAC), Lukas Haudum (Malmö Redhawks/SWE), Fabio Hofer (Linz), Thomas Hundertpfund (KAC), Konstantin Komarek (Malmö Redhawks/SWE), Brian Lebler (Linz), Patrick Obrist (Kloten/SUI), Thomas Raffl (Salzburg), Alexander Rauchenwald (Salzburg), Patrick Spannring (Linz), Martin Ulmer (Olten/SUI), Daniel Woger (Graz)