Eine Nullnummer zum Einstand

21.04.2017 • 20:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit einem blutenden Cut oberhalb des rechten Auges wurde Austrias Jailson vom Platz gefahren. Foto: gepa
Mit einem blutenden Cut oberhalb des rechten Auges wurde Austrias Jailson vom Platz gefahren. Foto: gepa

Pedro und Jailson im Spital – dezimierte Austria bei Lipa-Debüt nur 0:0 gegen den FAC.

Lustenau. Es war nicht das erhoffte Erwachen, vielmehr machte die Austria aufgrund der Nullnummer gegen den Floridsdorfer AC den LASK vorzeitig zum Meister und Bundesliga-Aufsteiger. Dass die Elf von Neo-Trainer Andreas Lipa die Partie mit neun Mann zuende spielen musste, passte irgendwie in den Abend, an dem auf dem Platz nicht viel gelang. Für die beiden Brasilianer João Pedro sowie Jailson endete die Partie nämlich im Krankenhaus – zu dem Zeitpunkt war das Austauschkontingent bei den Grün-Weißen schon aufgebraucht. Der eingewechselte Peddro erlitt bei einem Zweikampf eine Verletzung am Sprunggelenk. Jailson musste mit einem Cut oberhalb des rechten Auges vom Platz. Beide sind damit für die nächste Partie am Freitag in Kapfenberg fraglich.

Nichts ging nach der Pause

Der Coach wechselte die Betreuerbank, doch bei den Spielern muss er noch ein glückliches Händchen beweisen. Zu offensichtlich waren einmal mehr die Abschlussschwächen der Lustenauer. Eine Tatsache, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Frühjahr zieht. Und so war es dann am Ende nicht zum ersten Mal Torhüter Christopher Knett, der der Mannschaft wenigstens einen Punkt festhielt. Weil er sich in der Schlussphase weder von Altachs FAC-Leihgabe Adrian Grbic (83.) noch von Einwechselspieler Oliver Markoutz (84.) überwinden ließ.

Für die Austria war es am Ende die achte Punkteteilung im Reichshofstadion in dieser Saison. Fast scheint, als wäre die „zweite Luft“ der Mannschaft jetzt in der Schlussphase der Meisterschaft schon aufgebraucht. Und das gegen die schwächste Offensive der Liga. Dabei hatten die Lustenauer durchaus ihre Möglichkeiten, vor allem vor der Pause. Doch Jodel Dossou (5./15.) vergab ebenso wie Julian Wießmeier (20.) sowie der quirlige Brasilianer Bruno (40./42.). Die letzte gute Chance vor dem Halbzeitpfiff vergab der mitaufgerückte Rechtsverteidiger Firat Tuncer, dessen Kopfball das Ziel klar verfehlte.

Nach Seitenwechsel verliefen sich Austrias Offensivbemühungen in der FAC-Betonmauer. Und mit Martin Fraisl verfügten die Wiener über einen sicheren Rückhalt, der mit seinen Paraden die grün-weißen Angreifer zur Verzweiflung brachte. Da nutzte auch nichts, dass Lipa Peter Haring nach Seitenwechsel weiter nach vorne beorderte. Die zündenden Ideen blieben aus. Dabei zeigte es sich, dass der gesperrte Pius Grabher arg vermisst wurde.

Fußball – Sky Go Erste Liga 2016/17

30. Spieltag

SC Austria Lustenau – Floridsdorfer AC 0:0

Kapfenberger SV 1919 – SV Horn 1:1 (1:1)

SC Wr. Neustadt – FC BW Linz 0:0

LASK Linz – FC Liefering 3:0 (1:0)

WSG Wattens – FC Wacker Innsbruck 3:4 (0:4)

Tabelle

 1. LASK Linz 30 20 6 4 68:34 + 34 66

 2. SC Austria Lustenau 30 12 11 7 47:36 + 11 47

 3. FC Liefering 29 13 8 8 44:41 +  3 47

 4. FC Wacker Innsbruck 30 11 9 10 44:46 –  2 42

 5. WSG Wattens 30 9 11 10 42:45 –  3 38

 6. Kapfenberger SV 1919* 30 11 8 11 39:41 –  2 37

 7. FC BW Linz 30 7 13 10 33:35 –  2 34

 8. SC Wr. Neustadt 29 9 6 14 33:50 – 17 33

 9. SV Horn 30 8 6 16 34:43 –  9 30

10. Floridsdorfer AC 30 7 6 17 29:42 – 13 27

Legende: * Vierpunkte-Abzug wegen Verstoßes gegen eine Linzenzbestimmung.

31. Spieltag (28. April/8. Mai): Kapfenberger SV 1919 – SC Austria Lustenau, Floridsdorfer AC – FC Liefering, FC BW Linz – SV Horn (alle Freitag, 18.30 Uhr), SC Wr. Neustadt – WSG Wattens (Freitag, 20.30 Uhr); FC Wacker Innsbruck – LASK Linz (Montag, 18.30 Uhr)

32. Spieltag (1./2. Mai): SV Horn – Floridsdorfer AC (Montag, 18.30 Uhr), SC Austria Lustenau – FC BW Linz, LASK Linz – SC Wr. Neustadt, FC Liefering – FC Wacker Innsbruck, WSG Wattens – Kapfenberger SV 1919 (alle Dienstag, 18.30 Uhr)