Werner-Tor reichte nicht

23.04.2017 • 21:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Naby Keita (l.) überzeugte auch gegen Schalke mit schönen Dribblings und Offensiv-Aktionen. Foto: gepa
Naby Keita (l.) überzeugte auch gegen Schalke mit schönen Dribblings und Offensiv-Aktionen. Foto: gepa

Mit dem gerechten 1:1 auf Schalke ist Leipzig voll auf Kurs Richtung Champions League.

gelsenkirchen. Timo Werner hat den Spießrutenlauf auf Schalke erfolgreich gemeistert und Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig ein Stück näher Richtung Champions League geschossen. Der Fußball-Nationalspieler, der wegen einer peinlichen Schwalbe im Hinspiel Pfiffe und Schmähgesänge ertragen musste, erzielte beim verdienten 1:1 (1:0) mit seinem 17. Saison­treffer (14.) die Führung. Den willensstarken Schalkern rettete drei Tage nach dem bitteren Aus in der Europa League gegen Ajax Amsterdam der überraschend aufgebotene Klaas Jan Huntelaar mit seinem ersten Liga-Tor seit mehr als einem halben Jahr zumindest einen Punkt (46.). „Ein Riesenapplaus für die Mannschaft. Sie hat eine riesige Moral gezeigt. Es war ein Punkt für die Moral“, sagte Schalkes Trainer Markus Weinzierl nach dem Spiel.

Champions League in Leipzig

Den Sachsen fehlen bei vier Spieltagen noch vier Zähler zur sicheren Qualifikation für die Königsklasse, da die Verfolger Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim noch direkt aufeinandertreffen. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern bleibt jedoch bei acht Punkten, zudem verpasste RB vorerst die Einstellung des Aufsteiger-Rekords der Bayern aus der Saison 1965/66 von 20 Saisonsiegen. Für die Schalker ist hingegen die erhoffte direkte Rückkehr in die Europa League bei sechs Punkten Rückstand auf Rang sechs kaum noch zu schaffen.

Die Leipziger waren vor 60. 916 Zuschauern zunächst die dominierende Mannschaft. Sie gewannen die meisten Zweikämpfe und kombinierten sich immer wieder gefährlich vor den Strafraum der Königsblauen. Vor allem Werner und Emil Forsberg sorgten für Unruhe. Den Gastgebern fehlten wichtige Kräfte wie Leon Goretzka und Matija Nastasic.

Entwarnung bei Alaba

Österreichs Fußball-Star David Alaba dürfte wegen seiner im Ligaspiel von Bayern München gegen FSV Mainz (2:2) erlittenen Knieverletzung nicht länger pausieren müssen. Genaue Untersuchungen ergaben eine Kapselzerrung. Ob der 24-Jährige am Mittwoch im Halbfinale des deutschen Cups gegen Borussia Dortmund spielen kann, ist vorerst allerdings offen. Der gegen Mainz als Innenverteidiger aufgebotene Alaba war bereits in der 17. Minute ausgewechselt worden.