Bargehr ist bereit für das Comeback

24.04.2017 • 18:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vorarlberger Segel-Asse bei Weltcup vor Hyères – Generalprobe für die EM.

hyeres. Heute fällt der Startschuss für den Segel-Weltcup vor Hyères an der Côte d’Azur. Es ist ein ganz besonderer Tag für David Bargehr, denn es ist zehn Monate her, seit er letztmals im Weltcup im Einsatz war. Der 27-Jährige feiert heute nach seiner langwierigen Verletzung das Comeback im Renngeschehen der 470er-Bootsklasse. Im November musste sich der Bregenzer nach einem Bizepssehnenriss einer Operation unterziehen. Die Rückkehr erfolgt nun früher als erwartet. „Wir sind brutal happy, nach 140 Tagen wieder in der gewohnten Konstellation am Wasser zu sein. Wir haben das Segeln extrem vermisst und lechzen nach jeder Wasserstunde. Das Training in Split ist super verlaufen, wir sind überraschend schnell wieder reingekommen“, freut sich Bargehr.

In Bezug auf die Belastung darf er aber noch nicht ans Limit gehen. Seine Therapie dauert noch zwei Monate. „Dass wir jetzt schon im Boot sitzen, ist ein tolles Geschenk, das uns ungemein beflügelt. Wir sehen Hyères als erste Standortbestimmung und wollen Selbstvertrauen tanken“, blickt Teampartner Mähr voraus.

Der Weltcup in Frankreich ist die Generalprobe für die Europameisterschaft, die ab 8. Mai vor Monaco stattfindet. Mit dem 49er-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl misst sich ein weiteres Team des Yachtclubs Bregenz im limitierten und top besetzten Weltklassefeld.

Anwärter auf Spitzenplatz

Aufgrund ihrer langjährigen Routine und Erfolge im Skiff zählen die beiden zu Anwärtern auf einen Spitzenplatz. In der abgelaufenen Saison trumpften sie mit dem Gesamt-Weltcupsieg auf. Zu Jahresbeginn setzten Bildstein/Hussl beim Weltcup vor Miami mit Rang zwei ihren Erfolgslauf fort. Zuletzt gab es bei der Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca mit Rang 17 zwar einen Dämpfer, aber die beiden sind auf Wiedergutmachung aus. „Das Medal Race ist unser Ziel, aber wir sind uns dessen bewusst, dass das alles andere als einfach wird. Palma hat aufgrund der Speed-Probleme eine gewisse Unsicherheit ausgelöst. Umso wichtiger war nun das Training vor Santander, wo wir unter anderem mit Spaniens Nummer eins, Botin/Lopez herausfordernde Trainingspartner hatten“, betont Bildstein. Unter anderem wurde auch das Material noch einmal nachgebessert. „Wir fühlen uns jetzt wohler und freuen uns auf die Challenge“, blickt das Duo voraus.

Dass wir jetzt schon wieder im Boot sitzen, ist ein tolles Geschenk, das uns ungemein beflügelt.

lukas mähr