„Schwaz war einfach bissiger und besser als wir“

Sport / 24.04.2017 • 20:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Kampf um den Halbfinaleinzug mussten sich Lukas Frühstück (r.) und Co. gegen Schwaz geschlagen geben. Foto: GEPA
Im Kampf um den Halbfinaleinzug mussten sich Lukas Frühstück (r.) und Co. gegen Schwaz geschlagen geben. Foto: GEPA

Bregenz-Präsident Frühstück will Frust verarbeiten und Fehler analysieren.

Bregenz. (VN-jd) Wenn es in Handball-Liga Austria (HLA) ab 11. Mai so richtig heiß wird, sind die Bregenzer Handballer nicht mehr dabei. Nach der 24:27-Heimniederlage verlor der Rekordmeister (neun Titel) auch das zweite Duell der Best-of-three-Viertelfinalserie gegen Schwaz Tirol mit 23:28 und wurde auch im siebten Anlauf nach dem letzten Triumph 2010 im Unternehmen Jubiläumstitel viel früher als gewünscht in die Sommerpause geschickt. Präsident Roland Frühstück trug das frühe Play-off-Scheitern mit Fassung: „Es ist natürlich enttäuschend, aber wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die in der entscheidenden Phase der Meisterschaft einfach bissiger und besser war als wir“, betont der Handball-Professor.

Eine Erklärung, warum seine Mannschaft in dieser Saison so unbeständig agierte, hat der seit über 40 Jahren in der Handballszene tätige Frühstück auch nicht. „Eigentlich hat die Saison mit dem Gewinn des Supercups gegen die Fivers wunschgemäß begonnen. Doch dann folgte das Aus (Anm. 32:33) im Finale des Qualifikationsturniers der Champions League in eigener Halle gegen Braga. Diese Niederlage hat Spuren bei der gesamten Mannschaft hinterlassen.“

Der verpasste Einzug in die Gruppenphase stellte sich rückblickend sogar als „Gewinn“ heraus, denn auch in der heimischen Meisterschaft fand man nie wirklich zu jener Konstanz, die man sich vorgenommen hatte. Während man vor eigenem Publikum mit acht Siegen und nur einer Niederlage mit den Spitzenteams Schritt halten konnte, blieb man auswärts klar unter den Erwartungen. 14 Niederlagen, davon elf in der Ferne, in insgesamt 28 Ligaspielen sorgten dafür, dass am Ende der 20. Saison in der höchsten Spielklasse die zweitschlechteste Ausbeute zu Buche stand. Lediglich in der Saison 1998/99 verzeichnete man mit neun Siegen, einem Remis und 14 Niederlagen eine schlechtere Ausbeute.

Fehler genau analysieren

„Dass wir heuer nicht die Erwartungen erfüllt haben steht fest – und daran führt kein Weg vorbei. Ich nehme mich dabei nicht aus der Pflicht zuzugeben, auch Fehler gemacht zu haben. Doch nach so einer Seuchensaison braucht man erst einmal ein paar Tage, um den Frust zu verarbeiten. Wir werden die Fehler in der nun fast viermonatigen und langen Sommerpause genau analysieren, um nächste Saison mit frischem Elan neu durchzustarten. Ich bin überzeugt, dass auch wieder bessere Tage und Saisonen für uns kommen werden“, so Frühstück abschließend.

In Schwaz letztmals das gelb-schwarze Trikot der Festspielstädter getragen haben Tobias Warvne und Amadeus Hedin, zudem werden Marko Buvinic, Nemanja Belos und Trainer Robert Hedin den Verein verlassen.

Letzterer war am Tag nach der Niederlage in Schwaz übrigens zu keiner Stellungnahme seiner Eindrücke über die verkorkste Saison und die Ursachen für die schlechteste Platzierung in seiner dreijährigen Tätigkeit in Bregenz zu erreichen.