Lampert gab am Rechberg Vollgas

26.04.2017 • 16:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christoph Lampert lieferte am Rechberg ein mehr als gelungenes Renndebüt ab. Foto: Noger
Christoph Lampert lieferte am Rechberg ein mehr als gelungenes Renndebüt ab. Foto: Noger

Christoph Lampert bei FIA-Europa-Bergmeisterschaft schnellster Österreicher.

Tulwitz. (VN-dg) Bei seinem Renndebüt mit seinem Osella-Bergsport-Prototypen beim Auftakt der FIA-Europa-Bergmeisterschaft von Tulwitz hinauf nach Rechberg in der Steiermark sorgte der Feldkircher Christoph Lampert für eine ordentliche Überraschung. Der 35-jährige Feldkircher kam mit seinem neuen Boliden und mit der für ihn bis dato noch völlig unbekannten, fünf Kilometer langen Strecke sofort klar und sorgte für anerkennend hochgezogene Augenbrauen bei der Konkurrenz. Das einzige Missgeschick passierte beim Vorstart zum zweiten Trainingslauf, als plötzlich die Batterie zusammenbrach und das Auto nicht zu starten war.

Vom ersten auf den dritten Trainingsheat steigerte sich Lampert dann um ganze zehn Sekunden. Im ersten Rennlauf verbesserte er sich nochmals um fünf Sekunden gegenüber dem schnellsten Trainingslauf und dann mit der persönlichen Tagesbestzeit von 2:09,422 Minuten (Schnitt 140 km/h) nochmals um 0,67 Sekunden im abschließenden zweiten Rennlauf. In der Addition der beiden Rennheats klassierte sich Lampert in der Gesamtwertung bei über 200 hochkarätigen Teilnehmern hinter sechs Italienern (Sieger wurde Christian Merli mit neuem Streckenrekord) und drei Tschechen als schnellster Österreicher auf dem ausgezeichneten zehnten Platz.

Umarmung von Enzo Osella

In der Klasse E2-SC bis 2000 ccm holte sich der Kfz-Meister überlegen den Klassensieg, in der Gesamtwertung der E2-SC ergab dies hinter dem fünffachen Berg-Europameister Simone Faggioli und Dusan Neveril (beide mit 3000-ccm-Autos) den dritten Platz. Damit durfte Lampert gleich mit zwei Pokalen die Heimreise antreten und der Bergfex freute sich: „Es war ein klasse Wochenende. Es hat alles gepasst und das Auto hat keinen Kratzer abbekommen. Der Osella lag selbst mit kalten Reifen einfach fantastisch auf der Straße.“

Für die bravouröse Leistung erhielt auch Papa Reinhard Lampert eine Ehrerbietung: Kein Geringerer als der ehemalige Formel-1-Teamchef Enzo Osella (78) umarmte den als Mechaniker agierenden Feldkircher.

Mein Osella war perfekt eingestellt und lag selbst mit kalten Reifen fantastisch auf der Straße.

Christoph Lampert