Bregenz zieht Reißleine und schickt Madlener

27.04.2017 • 18:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Daniel Madlener ist nicht mehr Trainer bei SW Bregenz. Foto: Stiplovsek
Daniel Madlener ist nicht mehr Trainer bei SW Bregenz. Foto: Stiplovsek

Trennung für Trainer nicht nachvollziehbar – Duo Kloser/Fricke übernimmt interimistisch.

Bregenz. Auch der Einzug ins Halbfinale des VFV-Toto-Cups vermochte die Wogen nicht zu glätten. Beim Vorarlberger Traditionsklub SW Bregenz herrscht Alarmstufe Rot. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West im Vorjahr droht nun ein weiterer Rückschlag. Neun Spieltage vor dem Saisonende liegen die Bodenseestädter in der Tabelle der Vorarlbergliga nur mehr fünf Punkte vom „Keller“ entfernt. Nun haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen und sich von Trainer Daniel Madlener getrennt. Interimistisch wird die Mannschaft am anstehenden Super-Wochenende mit zwei Spielen von Sportchef Harald Kloser und Tormanntrainer Thomas Fricke betreut.

Knapp mehr als ein Jahr

Erst im April des Vorjahres hatte Madlener (52) das Traineramt in Bregenz angetreten. Trotz eines starken Schlussspurts unter der Regie des gebürtigen Feldkirchers vermochte man dem Abstieg aber nicht mehr zu entgehen. Auch in dieser Saison läuft es nicht nach Wunsch, auch wenn Madlener die Dinge ein wenig anders beurteilt: „Für mich kommt die Trennung sehr überraschend und ist eigentlich auch nicht nachvollziehbar“, sagte er gegenüber den VN. Er nehme die Entscheidung zur Kenntnis, dennoch sei er enttäuscht. „Wenn man im Cup ein 0:3 wettmacht und noch weiterkommt, kann doch nicht von einer schlechten Chemie zwischen Mannschaft und Trainer gesprochen werden.“ Er habe, ganz dem Wunsch des Vereins entsprechend, viele junge Spieler in der Mannschaft integriert. Da sei es doch nur normal, dass die Konstanz nicht immer gegeben ist. Dennoch sei er überzeugt davon gewesen, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Ihm jedenfalls habe die Arbeit mit der Mannschaft Spaß gemacht.

In Bregenz wollen sie nun so schnell wie möglich einen Nachfolger präsentieren, auch wenn Kloser warnt: „Einen Schnellschuss wird es nicht geben.“ Dennoch will der Sportchef zeitnah einen neuen Coach finden.

Wir wollen eine gute und auch akzeptable Lösung.

Harald Kloser