Rossi lässt sich nicht bremsen

Sport / 02.06.2017 • 20:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Kunststück für die Fans geht sich immer aus, aber Valentinio Rossi muss sich nach seinem Unfall wieder ans Renntempo herantasten. Foto: apa
Ein Kunststück für die Fans geht sich immer aus, aber Valentinio Rossi muss sich nach seinem Unfall wieder ans Renntempo herantasten. Foto: apa

Trotz Schmerzen nach einem Motocross-Sturz will er beim Heim-GP Mugello am Start sein.

Mugello. Valentino Rossi steht in Mugello vor einem schwierigen Heimrennen. Der Italiener wird vor dem sechsten Saisonlauf der MotoGP von schmerzhaften Prellungen am Oberkörper geplagt, die der 38-Jährige in der Vorwoche bei einem Motocross-Sturz davongetragen hatte. „Es geht von Tag zu Tag besser. Aber wir müssen abwarten, wie ich mich auf dem Motorrad fühle. Aber ich bin zuversichtlich“, sagt der Yamaha-Fahrer.

Seine Konkurrenten glauben ohnehin nicht, dass sich Rossi von den Blessuren bremsen lässt. „Wenn er nicht bei 100 Prozent ist, werden ihn die Fans pushen. Es ist seine Heimstrecke und ich glaube, er wird hier stark sein“, meinte sein zuletzt in Le Mans siegreicher Teamkollege Maverick Vinales, der Rossi durch dessen dortigen Ausfall die WM-Führung abgenommen hatte.

Crutschow mit der Bestzeit

Am ersten Trainingstag sorgte überraschend Cal Crutchlow auf seiner Honda in 1:47,365 für die Bestzeit. „Ich habe zwar heute nie die perfekte Runde zustande gebracht, aber meine beste Runde war in Ordnung“, meinte der Brite, der seine lädierte rechte Hand bandagiert hatte. „Ich glaube, man kann hier noch eine Sekunde schneller fahren, besonders am Samstag früh, wenn es etwas kühler ist.“ Für Crutchlow ist im Rennen Andrea Dovizioso auf der Ducati, im ersten Training Schnellster, dann Zweiter, Favorit: „Er kann sich diesen Sieg nur selber verscherzen.“ WM-Leader Maverick Vinales verzeichnete einen schweren Sturz, kam auf die fünfte Zeit und blieb unverletzt. Dani Pedrosa beendete die Sessions auf den Rängen fünf und sieben, sein Honda-Teamkollege Marc Marquez schaffte es auf die Plätze neun und 14. Und Rossi tastete sich mit den Plätzen 15 und 12 ans Geschehen heran.

Für das KTM-Team geht es in der Toskana um die Bestätigung des erfreulichen Abschneidens in Le Mans, wo Pol Espargaro (12.) und Bradley Smith (13.) erneut Punkte geholt hatten. „Ich mag die Strecke, aber es wird nicht leicht mit den langen Kurven. Wir haben wieder einige neue Teile, vielleicht können wir uns steigern“, erklärte Espargaro. Smith zeigt sich vor dem Ende des ersten Saisondrittels zufrieden mit den Fortschritten des Neulings in der Königsklasse. „Das Bike scheint näher und näher heranzukommen.“