Schwarzach will ersten Cupsieg

Sport / 06.06.2017 • 22:56 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Schwarzachs Ex-Bundesliga-Kicker Tomazs Pekala (r.) will sein Team zum ersten VFV-Cupsieg führen. Foto: paulitsch
Schwarzachs Ex-Bundesliga-Kicker Tomazs Pekala (r.) will sein Team zum ersten VFV-Cupsieg führen. Foto: paulitsch

Der Landesliga-Meister möchte mit Sieg über Hohenems VFV-Cup-Geschichte schreiben.

Hohenems. 19 verschiedene Klubs konnten sich bislang in die Siegerliste des VFV-Cups eintragen. Mit dem FC Schwarzach könnte heute im Hohenemser Herrenriedstadion der 20. Verein die Trophäe in Empfang nehmen. Allerdings müsste der frischgebackene Landesliga-Meister zuerst den höher einzuschätzenden Regionalligisten VfB Hohenems bezwingen. Die Grafenstädter gehen als Favorit in das 41. VFV-Cupfinale. Bei sechs Finalteilnahmen konnte Hohenems vier Mal (2004,1996, 1991 und 1989) den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Zudem können die Grafenstädter auf einen „goldenen“ Frühling in der Regionalliga West zurückschauen – das Abstiegsgespenst frühzeitig aus dem Herrenried-Stadion vertrieben und Platz neun in der Abschlusstabelle sind für einen Aufsteiger durchaus imposant.

Krönung einer guten Saison

Daher will man die Saison nun unbedingt mit dem Cup-Sieg krönen. „Die Platzgröße, das höhere Tempo über 90 Minuten und die intensive Vorbereitung auf das Match sollen der Garant für unseren Sieg sein,“ meint VfB-Coach Rainer Spiegel im Vorfeld der Partie, vergisst aber auch nicht, auf die Gefährlichkeit, des Außenseiters Schwarzach: „Wir werden den Underdog sicher nicht unterschätzen, sie haben auch viel Qualität in ihren Reihen.“ Dass es in der laufenden Cup-Saison schwer war für Schwarzachs Gegner, erklärt ein Blick auf die Statistik. In sechs Spielen ließen die Spieler des FC Schwarzach nur drei Gegentore zu. Einer, der das Zeug auf VfB-Seite hat, diese Defensive zu überwinden, ist mit Sicherheit Stürmer Volkan Akyildiz. Der designierte Altach-Jungprofi wird im Cup-Finale sein letztes Spiel für Hohenems absolvieren. Dazu kann Trainer Spiegel auf seinen „Cup-Oldie“ Kevin Dold zurückgreifen. Bereits vier Pokalsiege konnte Dold mit Dornbirn einfahren, jetzt will er den fünften Streich im Dress der Hohenemser feiern.

Double als Motivation

Vor genau vier Tagen sicherte sich Schwarzach den Meistertitel der Landesliga, nun wollen die Kicker von Trainer Markus Mader das Double holen. „Wir haben schon jetzt eine super Saison gespielt, die Finalteilnahme ist eine Draufgabe. Aber bei einem optimalen Tag ist der Cupsieg durchaus im Bereich des Möglichen,“ erklärt Mader, der auch einen Plan für den ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte hat: „Wir müssen die Emser Offensive in den Griff bekommen und die sich uns bietenden Möglichkeiten nutzen. Und den Schwung durch den Meistertitel mitnehmen.“ Maders Kapitän am Spielfeld, Tobias Hämmerle, spricht sogar vom „Spiel des Lebens“: „Wir freuen uns riesig auf das Endspiel und dementsprechend werden wir auch auftreten. Nur um dabei zu sein, fahren wir nicht nach Hohenems, wir wollen den Cup auch gewinnen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass ein David gegen den Goliath gewinnt.“ Schwarzach-Trainer Mader kann bis auf Dzemo Neslanovic (Leistenzerrung) auf den gesamten Kader zurückgreifen und darf sich dazu über mehr als 200 Fans freuen, die sich aus Schwarzach angesagt haben und für Stimmung sorgen.

Das hohe Tempo über 90 Minuten und die Vorbereitung auf die Partie sollen Garant für den Sieg sein.

Rainer Spiegel

Wir wollen den Cup holen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass David gegen Goliath gewinnt.

tobias Hämmerle

Fußball

41. VFV-Toto-Cupfinale

VfB Hohenems – FC Schwarzach heute

Stadion Herrenried, 19 Uhr, SR Baumann

Mögliche Aufstellungen:

World-of-Jobs VfB Hohenems (4-4-2): Erlacher; Wolfgang, Dold, Feuerstein, Pernstich; Johannes Klammer, Metzler, Akyildiz, Özüyer; Adrian Klammer, Boakye

FC Schwarzach (4-2-3-1): Hefel; Kovacec, Spiegel, Brüstle, Moratti; Hämmerle, Cifonelli; Fertschnig, Pekala, Sganzerla; Pereira

Ehrentafel der Sieger im VFV-Cup seit 1976/77

Je fünf Titel: SC Rheindorf Altach

1987, 1988, 1993, 2002, 2003

FC Dornbirn

2011,2012, 2014, 2015, 2016

Vier Titel: VfB Hohenems

1989, 1991, 1996, 2004

Je drei Titel: SC Austria Lustenau 1978, 1980, 1983

IG Dornbirn/Bregenz

1981, 1982, 1984

Viktoria Bregenz

1985, 1986, 2009

FC Lustenau

1994, 2000, 2001

Je zwei Titel: FC Koblach (1995, 2005)

SC Bregenz (2008, 2010)

Je ein Titel: FC Rätia Bludenz (1977)

Admira Dornbirn (1979)

FC Wolfurt (1990)

SW Bregenz (1992)

FC Lauterach (1997)

FC Hard (1998)

SC Austria Lustenau Amateure (1999)

RW Rankweil (2006)

BW Feldkirch (2007)

SCR Altach Amateure (2013 )