Timo Scheider verliert an Boden

Sport / 13.06.2017 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Voller Einsatz in Hell, aber dennoch rutschte Timo Scheider in der Rallyecross-WM weiter zurück.  Foto: FIA WRX
Voller Einsatz in Hell, aber dennoch rutschte Timo Scheider in der Rallyecross-WM weiter zurück. Foto: FIA WRX

Dem MJP-Team fehlt in der Rallycross-WM das Budget, um mit den Großen mitzuhalten.

Hell. (dg) Im norwegischen Hell fand der sechste Lauf zur FIA-Rallycross-WM (WRX) statt. Die anspruchsvolle Berg- und Tal-Bahn in der Nähe von Trondheim war für Neo-Rallycrosser Timo Scheider wieder Neuland, dennoch schaffte der Wahl-Lochauer dank einem sechsten Platz im vierten Qualifikationsrennen als Gesamt-Elfter knapp den Einzug ins Halbfinale der schnellsten Zwölf. In seinem Semifinallauf schaffte er dann aber als Fünfter nicht den Einzug ins Finale. Sieger wurde der Schwede Johan Kristoffersson (VW), vor Andreas Bakkerud (Ford) und dem neunfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (Peugeot). Kristoffersson hat bei Saisonhalbzeit in der WM die Führung gegenüber Audi-Pilot Mattias Ekström (Vierter in Hell) weiter ausgebaut.

Immer noch bestes Privatteam

Scheider rutschte – auch weil er beim fünften Saisonlauf in Lydden Hill (Gbr) wegen Terminüberschneidung mit dem 24-h-Rennen vom Nürburgring fehlte – auf den achten Gesamtrang ab. Der 38-Jährige zu den Gründen des Leistungsabfalls: „Man sieht einfach, dass die Werks­teams ständig weiterentwickeln, was wir nicht in der Form machen könnnen. Realistisch gesehen ist ein Einzug ins Finale nur noch mit sehr viel Glück möglich. Auch das Testen bleibt uns leider im Vergleich zu den anderen verwehrt. Dazu kommt, dass ich praktisch jede Strecke zuerst lernen muss. In Hell hatten wir zudem Probleme mit der Elektrik und im Q3 nur drei Zylinder. Aber wir sind immer noch das beste Privatteam.“