Vom Gejagten zum Jäger

Sport / 23.06.2017 • 20:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David Bargehr und Lukas Mähr befinden sich bei der Kieler Woche weiter auf Kurs Richtung Medal Race. Verband
David Bargehr und Lukas Mähr befinden sich bei der Kieler Woche weiter auf Kurs Richtung Medal Race. Verband

David Bargehr und Lukas Mähr auf viertem Zwischenrang bei der Kieler Woche.

Bregenz. „Es war heute ein Überlebenskampf bei brutal viel Wind“ – so lautete die nüchterne Analyse von 470er-Steuermann David Bargehr über den dritten Wettfahrtstag der olympischen Klassen im Rahmen der Kieler Woche. Bei Windspitzen mit bis zu 30 Knoten war das 27 Boote umfassende Starterfeld der 470er-Klasse in jeder der drei Wettfahren von der ersten bis zur letzten Sekunde voll gefordert. „Wir haben alles gegeben, gekämpft bis zur Ziellinie und sind an unsere körperlichen Grenzen gegangen. Aufgrund meiner Verletzung habe ich noch nicht meine maximale Leistungsfähigkeit zurück. Aber bei der Leistungsdichte und diesen extremen Bedingungen wird jeder Fehler, jedes Defizit bestraft“, so der 470er Steuermann.

Nach der Pole Position nach den ersten beiden Wettfahrten mussten Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr mit einem fünften und zwei achten Plätzen in der Gesamtwertung einen kleinen Rückschlag hinnehmen und finden sich nun mit 17 Punkten auf dem vierten Zwischenrang der Gesamtwertung. Allerdings hält sich der Rückstand in Grenzen. Mit drei ersten Plätzen ließen die Australier Matthew Belcher/Will Ryan, ihres Zeiches Olympiasieger 2012 und Silbermedaillengewinner letztes Jahr in Rio sowie siebenfache Weltmeister in der 470er-Kategorie, bei wechselhaften Wind- und Wetterverhältnisse ihre große Klasse aufblitzen und führen mit fünf Punkten überlegen die Zwischenwertung an. Erster Verfolger sind die Russen Pavel Sozykin/Denis Gribanov (15 Punkte), zwei Zähler dahinter halten die Deutschen Malte Winkler/Matti Cipra, Bargehr/Mähr bzw. Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Ger) bei jeweils 17 Zählern. „Natürlich sorgt so ein kleiner Rückfall für Überlegungen. Wir wollen auf jeden Fall zurückschlagen und wieder ganz vorne mitmischen“, betont Mähr kämpferisch.

Erklärtes Ziel der vor zwei Wochen beim Weltcup-Finale vor Santander zweitplatzierten Bregenzer bei ihrer fünften Teilnahme an der Kieler Woche ist die Teilnahme am Medal Race der Top-Ten am Sonntag. Beste Platzierung in Kiel war ein zweiter Rang vor zwei Jahren

Es war heute ein Überlebenskampf bei brutal viel Wind.

David Bargehr