Ofner darf auf den „heiligen Rasen“

Sport / 29.06.2017 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sebastian Ofner kämpfte in der Wimbledon-Qualifikation drei Stunden, steht erstmals im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Tennisturniers.  gepa
Sebastian Ofner kämpfte in der Wimbledon-Qualifikation drei Stunden, steht erstmals im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Tennisturniers. gepa

Der Steirer qualifizierte sich mit Fünfsatzsieg für den Wimbledon-Hauptbewerb.

London. Sebastian Ofner hat mit dem Einzug in den Hauptbewerb des Wimbledon-Grand-Slams den bisher größten Erfolg seiner Tenniskarriere gelandet. Der 21-Jährige drehte in der dritten Qualifikationsrunde seine erste Fünfsatzpartie nach 0:2-Rückstand, um den 18-jährigen britischen Lokalmatador Jay Clarke nach 3:12 Stunden mit 2:6, 6:7(9), 6:4, 6:4, 6:1 zu besiegen.

Damit stehen drei Österreicher im Einzel-Hauptbewerb des dritten Majors dieser Saison, nachdem Dominic Thiem als Nummer acht gesetzt und Andreas Haider-Maurer per „protected ranking“ ihre Fixplätze im 128er-Feld hatten. Die Auslosung erfolgt heute. Nicht geschafft hat es Gerald Melzer. Der Niederösterreicher verlor am Quali-Schauplatz in Roehampton wie im Vorjahr in der dritten Runde, diesmal gegen den Belgier Ruben Bemelmans mit 4:6, 5:7, 3:6.

Thiem-Vater als Betreuer

Ofner nimmt derzeit mit Position 215 sein bisher bestes Karriere-Ranking ein. Zu Jahresbeginn war er noch auf Weltranglistenplatz 288 gelegen, vor exakt einem Jahr gar nur auf Position 571. Nun schickt sich Österreichs Nummer vier an, erstmals in die Top 200 vorzudringen. Ausgerechnet seine Erstrundenpartie in Wimbledon wird sein erstes Match in einem Hauptbewerb der World Tour sein. Selbst auf Challenger-Ebene hat er erst insgesamt 16 Matches bestritten, 14 davon heuer (8 Siege).

In den ersten Wimbledon-Qualifikationsrunden hatte sich der in Sankt Marein im Mürztal residierende Ofner „best of three“ gegen den Belgier Kimmer Coppejans in drei und gegen den Serben Miljan Zekic in zwei Sätzen durchgesetzt. Ofner trainiert in der Südstadt, wird dort von Dominics Vater Wolfgang Thiem sowie Konditionstrainer Florian Pernhaupt betreut.

Barbara Haas erwischte es in der zweiten Quali-Runde. Die 21-jährige Oberösterreicherin unterlag der Slowenin Polona Hercog 4:6, 6:7(7).