Auf Ngamaleu wartet Urlaub

Sport / 30.06.2017 • 21:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nicolas Moumi Ngamaleu (Nummer 13) kam in der zweiten Halbzeit für Christian Gebauer ins Spiel. Foto: gepa
Nicolas Moumi Ngamaleu (Nummer 13) kam in der zweiten Halbzeit für Christian Gebauer ins Spiel. Foto: gepa

Altachs Nationalspieler erhält nun 14 Tage frei. Tiflis war für Schmidt eine Reise wert.

Tiflis. Mit einem Sieg im Gepäck reiste Cashpoint SCR Altach aus Georgien zurück. Mit an Bord der Chartermaschine war dieses Mal auch Rückkehrer Nicolas Moumi Ngamaleu. Für den Nationalspieler aus Kamerun war es das Ende einer sehr beeindruckenden Reise, die im Mai begann und vorerst ihr Ende nimmt. „Er bekommt jetzt 14 Tage Urlaub, weil er diese Zeit einfach braucht“, erklärte Trainer Klaus Schmidt. Sein erster Eindruck von seinem „Neuen“ – Ngamaleu war in Tiflis erstmals in der neuen Saison mit der Mannschaft zusammengetroffen – war absolut positiv. „Mir gefällt er als Typ, der abseits des Platzes ein Topbenehmen an den Tag legt.“ Fußballerisch wollte er nicht allzu viel sagen, nur: „Er ist ein Spieler, der gut gegen den Ball arbeitet. Wenn er zudem beim Confederation Cup zum Einsatz kommt, erübrigen sich weitere Worte.“ Dass er den 22-Jährigen in Tiflis nicht von Beginn an zum Einsatz brachte, hatte auch damit zu tun, dass er vor allem auf eine Grundordnung setzte. Das habe er ihm vor dem Match auch im Gespräch gesagt. Auch, dass er ihn bringen werde und er dann für Wirbel sorgen soll. „Das hat er gut gemacht.“

Erst vor einem Jahr hat Ngamaleu in Altach seinen ersten Vertrag in Europa unterschrieben. Inzwischen ist er wohl die heißeste Spieleraktie, wie auch Georg Zellhofer weiß. Allerdings, so sagt der Geschäftsführer Sport, gebe es derzeit keine Anfrage für den Stürmer. Dass die Gerüchteküche kocht, ist für den 56-Jährigen das „normale Geschäft“. Trotz der Leistungsexplosion hofft er, auch im Sinne des Spielers, auf einen Verbleib. „Jetzt eine Saison in der Bundesliga durchzuspielen, würde seiner Entwicklung einen weiteren Schub verleihen“, ist sich Zellhofer sicher. „Hier kennt er das Umfeld und hat die Chance, noch vieles zu lernen.“ Zellhofer weiß aber auch, dass Ngamaleu spätestens in einem Jahr wohl nicht mehr zu halten ist und dasss es im Fußball diesbezüglich auch ganz schnell gehen kann.

Eine positive Bilanz

Sportlich zog Schmidt eine positive Bilanz der Reise. Am Abend wollte er sich das Spiel noch einmal anschauen und für sich persönliche Eindrücke sammeln. Nach der Aufarbeitung mit der Mannschaft ist die Partie dann „gegessen“. Dass er selbst bei seiner Europacuppremiere relativ entspannt an den Linie gestanden ist, sei wohl auch dem super aufgegangenen Matchplan zu verdanken. „Da habe ich mich schon mal kurz gezwickt“, schmunzelt er beim Gedanken an den frühen Führungstreffer. „Über weite Strecken haben wir schon guten Fußball gespielt“, ist Schmidt überzeugt, „bis auf 20 Minuten haben wir auch kompakt gegen den Ball gearbeitet.“ Kein Hehl macht er daraus, dass er sich ein wenig mehr herausgespielte Torchancen gewünscht hätte. Doch es sei keinesfalls selbstverständlich, mit einem Auswärtssieg heimzukehren.

Auf jene Spieler, die am Donnerstag nur kurz oder gar nicht zum Einsatz gekommen sind, wartet heute (15 Uhr) in Schruns ein internationaler Test gegen den französischen Klub FC Sochaux. Sie werden zusammen mit Amateurspielern Wettkampferfahrung sammeln dürfen. Für den Rest der Mannschaft beginnt dann am Sonntag die Vorbereitung auf das Rückspiel.

Da habe ich mich dann schon mal kurz gezwickt.

Klaus Schmidt