Einer sportlichen Idee zum Klassiker verholfen

Sport / 30.06.2017 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Willi Säly, der Ideengeber des ersten Bergmarathons zwischen dem Montafon und dem Arlberg, mit Rennleiter Günther Ernst (r.). Foto: steurer
Willi Säly, der Ideengeber des ersten Bergmarathons zwischen dem Montafon und dem Arlberg, mit Rennleiter Günther Ernst (r.). Foto: steurer

Mit dem Montafon Arlberg Marathon brachte Willi Säly etwas Besonderes ins Laufen.

Silbertal. (VN-mm) Wenn heute, Samstag, um 8.30 Uhr beim Feuerwehrhaus in Silbertal der Startschuss zum 15. Montafon Arlberg Marathon fällt, wird auch Willi Säly (72) irgendwo im Gelände herumwuseln. Aber nicht als Läufer, sondern als Helfer. Obwohl der Altbürgermeister die Idee zu diesem ganz speziellen Bergmarathon hatte, war er erst einmal als Teilnehmer dabei. „Beim Zehn-Jahr-Jubiläum habe ich mich als Wanderer am 33-Kilometer-Marsch beteiligt“, erzählt Säly. Dazwischen fungierte er als Chef des Organisationskomitees. Dass sich der Lauf so schnell etabliert hat, freut den sportbegeisterten Silbertaler. Er merkt aber auch an, dass es ohne die vielen Helfer, die sich jedes Jahr einbringen, nicht funktioniert hätte und nicht funktionieren würde.

Zusammenführung

Erste Überlegungen, die kleine Gemeinde durch eine besondere Veranstaltung auch touristisch aufzuwerten, geisterten schon vor zwanzig Jahren durch den Kopf von Willi Säly. Damals war die Zeit noch nicht reif, doch es ließ ihn nicht mehr los. Das gemächliche Silbertal und einen weltbekannten umtriebigen Ort wie St. Anton am Arlberg sportlich zusammenzuführen, wurde für Säly zu einer fixen Idee. „Ich wusste nur nicht, wie die Sache angehen.“ Schließlich fragte er den Obmann des Berg­laufs Bludenz, Hubert Rödhammer, um Rat. Dort bekam er die Informationen, die es brauchte, um einen solchen Lauf auf die Beine zu stellen. Auch der Kontakt mit den Verantwortlichen jenseits des Arlbergs fiel auf fruchtbaren Boden. „Und so schusterten wir den ersten Bergmarathon zusammen“, erinnert sich Willi Säly mit einem herzhaften Lachen.

Viel Unterstützung

Das Schwierigste an der Sache sei die Suche nach Sponsoren gewesen. Mittlerweile konnte mit der Sparkasse ein fixer Hauptsponsor gefunden werden. Auch zahlreiche andere Firmen unterstützen den Marathon-Klassiker, der eine seiner Besonderheiten aus der herrlichen Naturkulisse bezieht, die die Läufer vom Start bis ins Ziel begleitet. Sieben Jahre lang stand Willi Säly als OK-Chef an vorderster Front. Nach seinem Abgang aus der Politik stellte er sich auch beim Montafon Arlberg Marathon in die zweite Reihe. Hätte er im Jubiläumsjahr mehr Zeit fürs Training gefunden, er würde heute eine Startnummer tragen. „Aber beim 20er bin ich dabei“, hat er sich vorgenommen.

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