Stöger kehrt mit Dortmund zu alter Liebe zurück

Sport / 01.02.2018 • 20:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf Dortmund-Coach Peter Stöger wartet ein heißer Tanz beim 1. FC Köln.ap
Auf Dortmund-Coach Peter Stöger wartet ein heißer Tanz beim 1. FC Köln.ap

1. FC Köln empfängt seinen Ex-Trainer Peter Stöger.

köln Vier Jahre lang arbeitete Peter Stöger erfolgreich beim 1. FC Köln. Eine Woche nach der Entlassung in der erschreckend schwach verlaufenen Hinrunde heuerte er bei Borussia Dortmund an. Und kehrt mit dem BVB heute (20.30 Uhr) nach Köln zurück. Es könnte emotional werden, wenn Stöger nach 78 Spielen mit rot-weißer Brille und FC-Hoodie erstmals in Schwarz-Gelb an der Seitenlinie stehen wird. Kölns Geschäftsführer Armin Veh hat vor Stögers Rückkehr zu seiner alten Liebe eines ganz unemotional klargestellt: Sollte der Tabellenletzte am Saisonende in die 2. Liga müssen, sei das zu einem guten Teil die Schuld des Ex-Trainers. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärte Veh: „Ich trete nicht nach. Es geht nur um Fakten.“

Stöger stellte sich auf eine emotionale Rückkehr nach Köln ein. „Natürlich ist das alles andere als ein normales Spiel für mich“, sagte der Wiener. Und ein bisschen unbehaglich ist ihm auch. „Ich weiß selbst nicht genau, wie ich mich fühlen und mit der Situation umgehen werde.“

Im Fokus der Medien

Deshalb war es Stöger wohl recht, dass das Thema während der Woche etwas in den Hintergrund rückte. Doch nun ist Dortmunds Problemfall Pierre-Emerick Aubameyang an Arsenal verkauft, was der Coach als „gute Geschichte“ bezeichnete: „Weil wir jetzt Ruhe haben.“ Dafür gerät nun Stögers Rückkehr in den öffentlichen Mittelpunkt.

Kühles Verhältnis

Von den Kölner Fans wird der 51-Jährige sicher überwiegend positiv empfangen. Er führte den FC in die Bundesliga und nach 25 Jahren zurück in den Europacup, war volksnah und immer zugänglich, feierte ausgelassen Karneval.

Dass Stöger nur eine Woche später schon in Dortmund anheuerte, wurde aber von sehr vielen kritisch gesehen. „Ich hätte das auch nicht für möglich gehalten, aber letztlich muss das jeder mit sich selbst ausmachen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Das Verhältnis vom Vorstand zu Stöger, aus dem sie einst den „kölschen Arsene Wenger“ machen wollten, ist seit den letzten gemeinsamen Wochen merklich abgekühlt. Kurz vor seinem Rauswurf in Köln hatte der Coach öffentlich einen herben Verlust von Werten beklagt.