Eine Sportlermama für alle Fälle

02.02.2018 • 21:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Barbara Röser und ihre Töchter Pia (l.) und Hanna sind ein eingespieltes Team.VN/Stiplovsek
Barbara Röser und ihre Töchter Pia (l.) und Hanna sind ein eingespieltes Team.VN/Stiplovsek

Barbara Röser ist Multifunktionärin und Mutter zweier Nachwuchstalente.

Dornbirn Wer das Dreimäderlhaus Röser in Dornbirn betritt, taucht in eine Welt, in welcher der Sport Trumpf ist. Egal, ob Schwimmen, Leichtathletik oder Triathlon – Barbara Röser (42) und ihre Töchter Hanna (13) und Pia (15) kennen sich nicht nur aus, sondern haben auch selbst so einiges drauf.

Derzeit herrscht Hochbetrieb im Hause Röser. „Mama telefoniert schon ziemlich viel“, erzählt Hanna mit einem Grinsen und spielt dabei auf die Multifunktionärstätigkeit von Barbara Röser an. Sie ist nämlich nicht nur eine engagierte Volksschullehrerin sondern seit mehreren Jahren auch Obfrau des Triathlonclubs Dornbirn und Vizepräsidentin des Vorarlberger Triathlonverbands sowie seit dem Vorjahr Präsidentin des VC Dornbirn und außerdem noch Hallensprecherin bei Schwimmwettkämpfen. „Ich stamme halt aus einer Sportlerfamilie und habe alles schon so mitbekommen“, begründet Barbara Röser ihre Liebe zum Sport und zuckt mit den Schultern. Ihr Vater war erfolgreicher Wasserballer, ihre Schwester Schwimmerin und ihr Bruder sowie sie selbst Leichtathleten.

Barbara Röser war einst Staatsmeisterin über 400 Meter Hürden. Die Goldene gewann sie damals im steirischen Kapfenberg, was ein guter Boden für die Familie zu sein scheint. Auch Tochter Hanna hat vergangenes Jahr dort geglänzt. Die junge Schwimmerin wurde Jugendstaatsmeisterin über 200 Meter Brust.

Planänderung

„Eigentlich wäre mein Plan ein anderer gewesen“, sagt Barbara Röser. Sowohl Hanna als auch ihre ältere Tochter Pia sollten mit Schwimmen und Turnen eigentlich „eine solide sportliche Grundausbildung“ absolvieren und dann auf Leichtathletik umsteigen. „Das hat wohl nicht geklappt“, meint die Sportlermama und muss lachen. Denn während Hanna beim Schwimmen hängen geblieben ist, hat sich Pia vor drei Jahren für Volleyball entschieden. „Ich bin halt nicht so die Einzelsportlerin“, sagt die 15-Jährige, die inzwischen als Zuspielerin beim VC Dornbirn in der 2. Bundesliga im Einsatz ist. Mama Barbara hatte im Vorjahr das Amt als Präsidentin übernommen, nachdem es aufgrund von zahlreichen Abgängen zu einem Umbruch gekommen war. „Sie macht zwar eh schon so viel, aber ich bin froh, dass sie das getan hat. Ich wüsste nicht, was sonst mit der Mannschaft passiert wäre“, sagt Pia.

Da die meisten Wettkämpfe an den Wochenenden über die Bühne gehen, kommt es unweigerlich zu Überschneidungen. „Ich war auch schon als Sprecherin beim Schwimmen im Einsatz und habe nebenbei den Live-Ticker mitverfolgt“, erzählt Barbara Röser.

Aufgrund ihrer Erfahrungen als Multifunktionärin, Lehrerin und Sportlerin könnte sich Barbara Röser vorstellen, irgendwann in die Politik einzusteigen. „Ich denke, ich könnte schon was bewegen. Ich weiß ja, wie es läuft und wo was fehlt“, meint sie. Nicht ganz so begeistert von der Idee sind allerdings ihre Töchter. „Dann telefoniert sie noch mehr“, meinen die beiden und schütteln den Kopf. VN-MEF