„Mit dem Punkt können wir gut leben“

04.02.2018 • 20:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Georg Zellhofer nahm durchaus Positives aus Wolfsberg mit.gepa
Georg Zellhofer nahm durchaus Positives aus Wolfsberg mit.gepa

Für Zellhofer war wichtig, in der Defensive kompakt zu stehen.

Wolfsberg Eine Nullnummer im Lavanttal ist für Altachs Sportchef Georg Zellhofer beileibe kein Beinbruch. Dennoch sieht der 57-Jährige noch Potenzial brachliegen. Im VN-Interview nach dem Spiel weist er aber auch einmal mehr auf die vielen Abgänge von „wichtigen Spielern“ während der Saison hin. Zuletzt im Winter kamen mit Simon Piesinger (25) und Kristijan Dobras (25) noch zwei Langzeitausfälle hinzu.

Das Spiel in Wolfsberg war sicherlich kein Spektakel, aber . . . ?

Zellhofer . . . wir können mit dem 0:0 gut leben. Wirklich, ich bin mit dem Punkt nicht unzufrieden. Vor allem, die Null zu halten war für uns wichtig. In Wolfsberg zu spielen ist nicht einfach, da haben sich schon andere Mannschaften schwer getan. Nach der Vorbereitung mit den sechs Gegentoren in drei Spielen war zudem eine gewisse Verunsicherung zu spüren.

Zumindest mit dem Abwehrverhalten darf man also zufrieden sein?

Zellhofer Wir sind insgesamt kompakter aufgetreten, auch weil es uns gelungen ist, einige Fehlerquellen abzustellen. Wieder Sicherheit zu bekommen, war für uns ganz wichtig. Auch wenn ich noch einige Bälle gesehen habe, die so nicht gespielt werden dürfen. Diese individuellen Fehler kosten uns viel Kraft. Vor allem bei einem schnellen Ballgewinn und einem eigenen Konterversuch müssen wir die leichten Abspielfehler abstellen. Da verlieren wir die Bälle einfach zu leicht. Aber wie schon gesagt, in puncto Kompaktheit haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, und auch in den Zweikämpfen waren wir viel präsenter.

Und wie beurteilen Sie das Offensivverhalten der Mannschaft?

Zellhofer Da haben wir uns mit Fehlpässen das Leben selbst schwer gemacht. Dazu kommt, dass wir bei Standards einfach zu leicht ausrechenbar sind. Da müssen wir noch gefährlicher werden. Dass wir auch ein wenig mehr Glück brauchen, zeigten auch zwei Schiedsrichterentscheidungen. Eine Situation mit Honsak, als er von Rnic gestoppt wurde, war ein klares Foul. Und dann noch das Abseits von Zwischenbrugger, das keines war. Das soll nicht als Ausrede verstanden werden, vielmehr sind es für mich Fakten.

Und Sie sprachen die viele Abgänge während der Saison an?

Zellhofer Ein VW kann nicht gegen einen Ferrari fahren, das kann man von uns nicht verlangen. aber mit einem VW kommt man auch ans Ziel, das müssen wir verinnerlichen. Wir müssen nach vorne schauen und weiter an uns arbeiten.

Am 6. Februar endet die Transferzeit in Österreich. Wird Altach in den verbleibenden Stunden personell noch einmal nachlegen? Konkret gefragt: Kommt noch jemand?

Zellhofer Ja, es wird noch einer kommen. Wir sind derzeit in Konktakt zu zwei Spielern, aber ich gehe davon aus, dass es nur mit einem klappen wird.

Verraten Sie schon mehr?

Zellhofer Wir müssen die Freigabe des Spielers abwarten. Erst wenn die Papiere aus Kamerun eingelangt sind, können wir ihn anmelden. Und dass wir einen Stürmer suchen, ist kein Geheimnis.