Kapitäne bleiben an Bord

08.02.2018 • 20:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominik Schmid hat ein klares Versprechen für seinen Stammverein abgegeben und bleibt weiter beim Alpla HC Hard. Kröss
Dominik Schmid hat ein klares Versprechen für seinen Stammverein abgegeben und bleibt weiter beim Alpla HC Hard. Kröss

Sowohl Lukas Frühstück als auch Dominik Schmid haben ihre Verträge verlängert.

Bregenz, Hard Sie tragen beide das Trikot mit der Rückennummer sechs, sind Urgesteine und haben unmittelbar vor Beginn der zweiten Meisterschaftsphase in der Spusu Handball-Liga Austria ein klares Versprechen für ihren Stammverein abgegeben. Sowohl Bregenz-Kapitän Lukas Frühstück als auch Alpla-HC-Hard-Spielführer Dominik Schmid haben ihre Verträge vorzeitig verlängert und ein Zeichen gesetzt vor dem 87. Ländle-Derby der beiden Vorarlberger Handball-Hochburgen am Samstag (20.25 Uhr) in Bregenz.

Stabilisieren und verbessern

Der 26-jährige Sohn von Klubpräsident Roland Frühstück macht kein Hehl daraus daran zu denken, einmal bei einem ausländischen Verein zu spielen. „Ich denke, dieser Gedanke ist legitim und schlummert in jedem ambitionierten Sportler. Doch gerade in Blickrichtung auf die kommenden Großevents denke ich, dass ich in Bregenz noch gut positioniert bin. Hier bekomme ich die notwendigen Spielanteile, um mich weiter zu stabilisieren und zu verbessern“, betont Frühstück, der um drei Saisonen verlängert hat.

Der Umstand, dass er sich bei seiner EM-Premiere im Jänner in Kroatien mit der ungeliebten Rolle des Ergänzungsspielers auf der Tribüne zufriedengeben musste, spielte bei der Entscheidung keine gravierende Rolle. „Natürlich ist es bitter, wenn man bei einer EM-Endrunde nicht zum Einsatz kommt. Dann kann man nicht erwarten, ein Angebot eines Vereins im Ausland zu bekommen. Doch dies soll keine Kritik an der Entscheidung des Trainers sein. Vielmehr ist es für mich der Ansporn, mich noch mehr ins Zeug zu legen und für höhere Aufgaben zu empfehlen. Ich habe immer noch das Ziel, bei einer WM oder EM als Spieler auf dem Parkett zu stehen und den besonderen Flair beim Erklingen der Nationalhymne aufzunehmen“, erklärt der Master of Science (MSc) des Studiengangs für Entrepreneurship (Anm. Unternehmertum) an der Uni Liechtenstein kämpferisch.

Hard ist meine Heimat

Zumindest was das Engangement bei einem Verein in der deutschen Bundesliga betrifft, ist der 28 Jahre alte Dominik Schmid seinem Pendant um einen Schritt voraus. Nach 18 Monaten bei der SSG BBM Bietigheim kehrte der universell einsetzbare Rückraumspieler im Jänner 2016 aber wieder zu den Roten Teufeln vom Bodensee zurück. Der Absolvent des Bachelorstudiums für Banking und Finance an der Uni Liechtenstein in Vaduz, der im Sommer letzten Jahres auch im Hafen der Ehe gelandet ist, ist zudem halbtägig im operativen Controlling bei Hauptsponsor Alpla tätig. „Hier sind meine Wurzeln und meine Heimat und hier habe ich das Handballspielen gelernt. Wir haben ein Superteam, für Hard schlägt aus sportlicher Sicht mein Herz, und es macht einfach viel Spaß, ein Teil dieses erfolgreichen Konstruktes zu sein“, betont der 53-fache ÖHB-Teamspieler.

Bezüglich der Zielsetzung für die am Samstag beginnende Bonusrunde haben beide Kapitäne dieselben Gedanken. „Die Karten werden jetzt neu gemischt, jetzt geht es so richtig ans Eingemachte. Nachdem wir den letzten Vergleich Mitte Dezember in Bregenz klar mit 22:28 verloren haben, wollen wir uns natürlich rehabilitieren und ein Zeichen in Blickrichtung erfolgreiche Titelverteidigung setzten“, betont Schmid.

Frühstück sieht sein Team trotz des Heimvorteils nicht als Favorit. „Wir bleiben Außenseiter, wollen aber natürlich unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen, und vielleicht gelingt uns ja eine Über­raschung wie zuletzt im Dezember.“

Bregenz-Spielmacher Lukas Frühstück hat vor Beginn der Bonusrunde seinen Vertrag um drei Saisonen verlängert.gepa
Bregenz-Spielmacher Lukas Frühstück hat vor Beginn der Bonusrunde seinen Vertrag um drei Saisonen verlängert.gepa