Koreanische Kost als Scharfmacher

11.02.2018 • 20:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Scharfe Kost – für Dominik Baldauf ist das kein Problem.VN/HK
Scharfe Kost – für Dominik Baldauf ist das kein Problem.VN/HK

Dominik Baldauf ist bereit für sein erstes olympisches Rennen.

Langlauf Ein bisschen eng ist es Dominik Baldauf (25) in seinem Quartier im olympischen Dorf. „Das bin ich so nicht gewohnt.“ Niemals will sich der Sulzberger jedoch auf irgendetwas hinausreden, um so womöglich Verantwortung abzuwälzen. Dominik mag in Py­eongchang wohl etwas Weite zur persönlichen Entfaltung suchen, aber nicht seine Form. „Ich bin in Form“, stellt der Vorarlberger Olympionike klar. Ob das auch reicht, um beim morgigen Einzelsprint auf der olympischen Loipe im Alpensia Olympic Park erfolgreich zu bestehen, ist freilich eine andere Sache.

Regeneration

Baldauf ist gut ausgeruht nach Pyeongchang gekommen. „Ich habe in Seefeld beim letzten Bewerb vor Olympia gespürt, dass ich etwas müde bin. Deswegen habe ich mich die Tage vor der Anreise vor allem regeneriert.“ Über seine Ziel beim dienstägigen Rennen lässt Baldauf keine Zweifel: „Ich will endlich einmal in ein Halbfinale kommen.“ Bis dahin hat er es im Weltcup bislang noch nicht geschafft. „Obwohl es einige Male schon recht knapp war, reichte es letztlich eben nicht.“ Das Erreichen der Vorschlussrunde wäre für Baldauf die Kür, das Erreichen des Viertelfinales mit den besten 30 sieht er als Pflicht an. „Das ist als Ziel für mich das absolute Minimum.“ Dahin gelangen muss der Schützling von Alexander Marent durch eine entsprechende Performance in der ersten Runde, bei der die Teilnehmer in Intervallen von 15 Sekunden abgelassen werden.

Die olympische Loipe stuft Baldauf als schwer ein. „Es geht auf und ab mit zwei Anstiegen, von denen besonders der zweite sehr anspruchsvoll ist“, beschreibt er den Kurs.

Wetterwünsche

Nicht eben Baldauf-gerecht waren anfangs die Verhältnisse beim Training. „Der kalte Schnee hat die Spur langsam gemacht. Das mag ich gar nicht. Am Samstag war es dann allerdings viel besser. Ich kann nur hoffen, dass es am Tag des Rennens nicht wieder so kalt ist.“ Eine Hoffnung, die sich womöglich erfüllen könnte. Laut aktueller Wetterprognose soll es sonnig sein mit Temperaturen klar über dem Gefrierpunkt. Dass der Griff in die Wachstube mitentscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein wird, versteht sich von selbst. Dafür soll auch Trainer und Vorarlbergs ehemaliges Langlauf-Aushängeschild Alexander Marent sorgen. Im Training konzentriert sich das Vorarlberger Loipen-Duo ausschließlich auf sich. Seitenblicke auf die Konkurrenz sind Baldaufs Sache nicht.

Die Rodler-WG

Baldauf und Marent teilen sich im olympischen Dorf mit drei anderen Trainern und Betreuern ein Appartement. „Ich hab‘ immerhin ein Einzelzimmer. Klein, aber mein“, verrät der ehemalige Schüler des Sportgymnasiums Dornbirn. Gegessen wird in der Rodler-WG übrigens gerne auch Koreanisch. „Ich mag diese Küche“, outet sich Dominik als kulinarischer Asien-Fan. „Ich mag’s vor allem scharf“, ergänzt der Sulzberger, der sich für Dienstag selbst für die Loipe scharf machen will.