Olympia in Kürze

Sport / 14.02.2018 • 21:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Marke fast geknackt

Tickets Die Zahl der verkauften Tickets für die Olympischen Winterspiele nähert sich der vom Organisationskomitee genannten Zielmarke von 90 Prozent. Bis Mittwochmorgen waren demnach 934.000 Eintrittskarten verkauft, das sind rund 87 Prozent der Gesamtmenge. Bis einschließlich Dienstag hatten sich knapp 290.000 Zuschauer die Wettbewerbe angesehen.

Gute Gastgeber

Ausgaben Südkoreas Regierung hat am Mittwoch ein Budget von umgerechnet rund zwei Millionen Euro bewilligt, um die Kosten der nordkoreanischen Delegation zu decken. Mit dem Budget sollen Unterkunft, Transport und andere Ausgaben von unter anderem 229 nordkoreanischen Cheerleadern, 140 Künstlern und einem Taekwondo-Team bezahlt werden. Davon nicht betroffen sind die Ausgaben für die sportliche Delegation rund um die 22 Aktiven und deren Betreuer. Für sie kommt das Internationale Olympische Komitee auf.

Lieblingsrennen

Langlauf Langläufer Max Hauke hat die gesundheitlichen Probleme hinter sich gelassen, die Leistungen im Olympia-Winter waren konstant. Im Weltcup war er über 15 km Skating zwei Mal unter den besten 15, doch in Pyeongchang formulierte er das Ziel für sein „Lieblingsrennen“ am Freitag (7 Uhr MEZ) vorsichtig. „Grundsätzlich sind die Top 30 das Ziel, aber ich schiele schon in Richtung Top 20.“ Bernhard Tritscher ist mit 29 vier Jahre älter als sein Teamkollege und war 2015 schon WM-Sechster. Doch Übertraining und gesundheitliche Probleme warfen ihn zurück. „Alles oder nichts“, nannte der Salzburger seine Devise für Freitag.

Erstes Tor

Eishockey Die nordkoreanischen Cheerleader auf der Tribüne haben am Mittwoch tatsächlich guten Grund zum einstudierten Jubeln gehabt. Zwar setzte es im Eishockeyturnier für Koreas Frauen die dritte Niederlage im dritten Spiel, gegen Japan gelang aber das erste Tor. Die gebürtige US-Amerikanerin Randi Heesoo Griffin traf in der 30. Minute zum 2:1. Am Ende gewann Japan mit 4:1. Den Gruppensieg feierten die Schweizerinnen. Im Entscheidungsspiel zum Abschluss der Vorrunde gewannen sie 2:1 gegen Schweden. Als Erster der Gruppe B treffen die Schweizerinnen im Viertelfinale auf den Vierten der Gruppe A, Schweden spielt gegen den Dritten. Mögliche Gegner sind Finnland und die Auswahl der Olympischen Athleten aus Russland. Olympiasieger Kanada und die USA stehen bereits im Halbfinale.

Medaillenjagd

Skeleton 2014 war für die damals 24-jährige Janine Flock der Druck als frisch gebackene Europameisterin zu groß gewesen. Doch im Alpensia Sliding Centre soll es am Freitag im zweiten Anlauf mit der Olympia-Medaille im Skeleton klappen. Die Trainingsleistungen der Tirolerin lassen darauf hoffen, dass es die überfällige erste Damen-Skeleton-Medaille bei Olympia für Österreich gibt. „Ich finde es super cool, dass ich Mitfavoritin sein darf. Das ist eine schöne Rolle, ich bin auch vor jedem Trainingslauf extrem angespannt gewesen, aber ich hab’ das ganz gern“, sagte Flock.

Morddrohungen

Short Track Die kanadische Short Trackerin Kim Boutin ist das Ziel wütender Attacken südkoreanischer Fans geworden. Hintergrund ist die Disqualifikation der Lokalmatadorin Choi Min-jeong im Short-Track-Finale über 500 Meter am Dienstag. Boutin wurde danach die Bronzemedaille zugesprochen. Zahlreiche Fans hätten soziale Netzwerke genutzt, um ihrer Enttäuschung in Form von Beschimpfungen und sogar Morddrohungen Luft zu machen, berichteten lokale Medien. Boutin habe ihre Konten daraufhin geschlossen.

Rückstand

Skispringen Der lang ersehnte Knopf ist den österreichischen Skispringern auch am ersten Trainingstag von der Großschanze nicht aufgegangen. In allen drei Einheiten hatten die ÖSV-Springer Rückstand. Als Bester belegte noch Manuel Fettner im dritten Trainingsblock mit 135 Metern Rang sieben.