Sturm verblies auch Damen-Slalom

14.02.2018 • 20:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Katharina Liensberger nimmt’s gelassen. „Jetzt freue ich mich auf Freitag.“

Yongpyon Von 10.15 auf 10.30, danach auf 10.45, von dann auf 11.45 Uhr und am Ende die unausweichliche Absage. Es sind immer wieder dieselben Szenarien bei den geplanten Skirennen der Olympischen Spiele 2018 in Südkorea. Gestern betraf diese Chronologie der Ereignisse den Damen-Slalom. Neuer Termin ist nun der Freitag (10 bzw. 13.15 Uhr). In Ermangelung geeigneter Austragungsorte werden am Donnerstag und Freitag nun insgesamt vier alpine Rennen stattfinden. Am Donnerstag die Herren-Abfahrt und der Damen-Riesentorlauf, am Freitag der Herren Super G bzw. der Damen-Slalom.

In Alpin Center Yongpyon war die Absage alternativlos. Nicht einmal Hunde hätte man dort nach draußen schicken wollen. Die Sturmböen waren massiv, je länger man zuwartete, desto ärger wurde es. Vom Pressezentrum sah man zeitweise nur schemenhaft den Kurs, derart peitschten die orkanartigen Winde den Schnee durch die Gegend. „Es wären keine fairen Bedingungen gewesen“, argumentierte FIS-Renndirektor Attle Skardal und traf mit diesem Urteil auf ungeteilte Zustimmung. Er bleibe zuversichtlich, dass sich die Wettersituation nun verbessere, meinte Skardal weiter.

Kathi bleibt fokussiert

Mit der Absage einverstanden zeigte sich auch die Göfnerin Katharina Liensberger, die am Mittwoch vor ihrer Olympia-Premiere stand. „Das Problem sind die Böen. Da kann es eine Läuferin schlimm erwischen, eine andere weniger. Ich habe natürlich Verständnis für die Maßnahme“, gab die 20-Jährige gegenüber den VN an. Liensberger will sich durch die Absage nicht aus ihrem Konzept bringen lassen. „Jetzt geht eben der Countdown der Vorbereitung für das Rennen am Freitag los. Wir werden am Donnerstag auf dem Hang daneben trainieren. Ich freue mich nach wie vor sehr auf dieses Olympiarennen“, verriet das VSV-Ass. Liensberger möchte nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken. „Das sind schon immer sehr schwere Entscheidungen.“

Auch Topfavoritin Mikaela Shiffrin argumentierte mit der Fairness der Bedingungen. „Fair wäre ein Rennen heute definitiv nicht gewesen.“ Nach außen hin noch keine Nervosität zeigt man beim IOC. „Im Moment ist es noch okay. Die FIS ist Störungen ja gewöhnt. Ein Problem haben wir nur dann, wenn es 15 Tage bläst“, hieß es in einer Stellungnahme. VN-HK

„Jetzt geht eben der Countdown der Vorbereitung für das Rennen am Freitag los.“