Bitterer Tag für Schairer und „Izzi“

15.02.2018 • 18:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Abflug von Markus Schairer (rechts) war heftig, der Aufprall brutal. Dieses Bild zeigt neben dem Montafoner noch den Schweizer Kalle Koblet (ganz links) und den Kanadier Kevin Hill.Reuters
Der Abflug von Markus Schairer (rechts) war heftig, der Aufprall brutal. Dieses Bild zeigt neben dem Montafoner noch den Schweizer Kalle Koblet (ganz links) und den Kanadier Kevin Hill.Reuters

Heimische Snowboarder stürzten beide. Schairer schwer. Er brach sich den fünften Halswirbel.

Snowboard Was für ein Horrortag für unsere Snowboarder in Bokwang. Statt Medaillen gab es eine schwere Verletzung und Tränen. Während Alessandro „Izzi“ Hämmerle bei seinem Sturz wenigstens nur seelische Blessuren davontrug, erwischte es Markus Schairer in seinem Viertelfinallauf schwer. Nach einem fürchterlichen Sturz beim vorletzten Sprung zog sich der St. Gallenkircher einen Bruch des fünften Halswirbels zu. Zwar konnte der Ex-Weltmeister mit dem Brett noch ins Ziel fahren, danach wurde er aber sofort ins Krankenhaus gebracht.

Alles war zu viel

Gott sei Dank ist Schairers Verletzung zwar erheblich, aber nicht so, dass irgendwelche Folgeschäden befürchtet werden müssen. Zum Sturz kam Schairer an vierter Stelle liegend. Kurz vor dem Ziel riskierte er alles. Und alles war in diesem Moment zu viel.

„Es war schlimm anzusehen“, meinte Schairers Trainer Gernot Raitmair zum beinahe fatalen Missgeschick seines Schützlings. Noch bevor eine Meldung an die Öffentlichkeit über die Schwere der Verletzung ging, informierte Schairer persönlich seine Familie in Vorarlberg und konnte Entwarnung geben.

Gewaltige Sprünge

Die überdurchschnittlich weiten Sprünge mit einem enorm hohen Luftstand wurden zur großen Herausforderung. Eine Herausforderung, an der die österreichischen Teilnehmer allesamt scheiterten. So meinte der im Achtelfinale ausgeschiedene Kärntner Hanno Douschan: „Die Strecke war sehr schnell und dadurch wurden die Sprünge gewaltig. Ich konnte mich darauf nicht einstellen.“

Sehr wohl drauf einstellen hätte sich Alessandro „Izzi“ Hämmerle können. Das Aus kam für ihn im ersten Streckenabschnitt im Halbfinale aus einem anderen Grund. Er wurde das Opfer einer Kollision und begrub seine Träume mit dem daraus resultierenden Sturz. Der 24-Jährige war nach seinem Ausscheiden den Tränen nahe. „Ich hatte einen guten Start erwischt und wollte hinten hinaus Speed machen, nachdem ich sah, dass der Pierre (Anm. Vaultiere) einen Fehler machte. Dadurch fuhr ich ein bisschen runder, weil das mehr Geschwindigkeit gibt. Ich fühlte mich wohl, doch dann attackierte Jarryd in der Kurve, touchierte Pierre und der danach mich. Das verursachte den Sturz. Ich bin nicht verletzt, aber der Traum ist geplatzt, und das tut mir sehr weh“, schilderte Hämmerle seine unglücklichen Momente. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts über die Schwere der Verletzung seines Teamkollegen.

Getröstet wurde „Izzi“ im Zielraum von seinen Brüdern Gino und Luca (links).VN/HK
Getröstet wurde „Izzi“ im Zielraum von seinen Brüdern Gino und Luca (links).VN/HK