Gewonnen wird auf der Piste, gefeiert im Austria-Haus

16.02.2018 • 19:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ernst Seidl (l.) und seine Helfer sind ein eingespieltes Team.Spiess
Ernst Seidl (l.) und seine Helfer sind ein eingespieltes Team.Spiess

3000 Leute gehen
im Österreich-Haus im Schnitt ein und aus.

Kulinarik Schiefgehen darf nichts. Denn wenn Marcel Hirscher oder Matthias Mayer messiasgleich ins Austria House Einzug halten, dann muss vom Sekt angefangen alles parat sein. Gäste und Geschäftspartner wollen verköstigt werden, warten hingegen nicht. „Wir sind ein eingespieltes Team“, verweist Caterer Ernst Seidl auf seine 63 Leute aus vier Tourismusschulen sowie seinem Stammpersonal, das er stets mit sich führt. Erfahrung hat er genug, zählt doch auch das Liechtensteiner Fürstenhaus zu seinen Kunden. Das Projekt Pyeong­chang hingegen sei eines, bei dem es weniger um Geld gehe. „Es ist eine tolle Erfahrung, die wir alle zwei Jahre machen wollen.“

Logistische Herausforderung

Logistisch war das Unternehmen eine Herausforderung, ein halbes Jahr Vorlaufzeit musste reichen. In dieser Zeit musste die Infrastruktur geschaffen werden, zu der neben der Küche auch die eigene Backstube zählt. Vier Leute kümmern sich täglich um 120 kg Gepäck und Kuchen im Akkord, auf heimisches Brot will hier keiner verzichten. Nicht einmal das Sportler-Team, das regelmäßig in der Backstube vorbeischaut.

Im Akkord

Wenn dann Fernsehteams wie jenes von NBC und ARD vom Austria House an der Kreuzung Solbong-ro und Olympic-ro berichten, dann staunen die Redakteure regelmäßig: übers europäische Essen, das hier im Akkord die improvisierte Küche verlässt; über die rege Frequenz – 3000 Leute gehen im Schnitt ein und aus.

Und wohl auch ein wenig über die anhaltende Après-Ski-Stimmung, wenn Österreich wieder einen seiner Medaillengewinner empfängt. Ein wenig Bierzelt-Atmosphäre, ein wenig Gala-Stimmung, ein wenig Mark Forster, ein wenig Andreas Gabalier. Aber zumeist ist es lustig. F. Madl

„Es ist eine tolle Erfahrung, die wir alle zwei Jahre machen wollen.“

In der Küche gibt es einiges zu tun.
In der Küche gibt es einiges zu tun.
Heimisches Brot darf nicht fehlen.
Heimisches Brot darf nicht fehlen.

Das Austria-haus

55.000

Gäste geschätzt

3000

Gäste täglich

3000

Tonnen Brot (geschätzte 150.000 Stück Gebäck)

2500

Tonnen Kuchen

360

Fässer Bier

3600

Flaschen Weißwein

2400

Flaschen Rotwein

2000

Flaschen Sekt

3600

kg Schweinefleisch (davon 2000 kg Schnitzelfleisch/10.000 Schnitzel)