Kein guter Tag für Hirschbühl

Sport / 18.02.2018 • 20:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Christian Hirschbühl war das Rennen gestern schnell beendet. Bereits im oberen Abschnitt des Riesentorlaufs kam das Aus.AFP
Für Christian Hirschbühl war das Rennen gestern schnell beendet. Bereits im oberen Abschnitt des Riesentorlaufs kam das Aus.AFP

Erst schied er beim Riesentorlauf aus, dann erfuhr er von Nichtberücksichtigung im Slalom.

Riesentorlauf Das Vorarlberger-Aushängeschild bei den Technikern, Christian Hirschbühl (27) ist an und für sich schon ein ruhiger und kontrollierter Typ. Große Emotionsausbrüche in jedwelche Richtung sind nicht seine Sache. Doch am Sonntag konnte selbst er in Yongpyong seine schlechte Laune nicht ganz verbergen. Das war nachvollziehbar. Im Riesentorlauf kam für den ursprünglichen Ersatzmann bereits im oberen Abschnitt das Aus. „Ich wusste, dass ich angasen und die enge Linie suchen muss. Da ist dann das Risiko groß, dass man innen wegrutscht. Ich bin sehr enttäuscht jetzt. Aber es geht weiter.“

Große Enttäuschung

Für den Ausfall im Riesentorlauf machte der Lauteracher nur sich und keinerlei äußere Umstände verantwortlich. „Dieser Schnee liegt mir, die Bedingungen waren gut. Es lag nur an mir.“

Fast noch enttäuschter war Hirschbühl aber wegen etwas anderem. Er hatte erfahren, dass er für den Slalom nicht nominiert worden war, Marco Schwarz ihm vorgezogen wurde. Das versteht er nicht, auch weil ihm von vornherein die Chance genommen wird, sich im Training mit dem Kärntner zu messen. „Ich glaube, dass ich den schnelleren Schwung habe, aber ich muss diese Entscheidung der Trainer akzeptieren.“ Während Schwarz in den letzten Rennen vor Olympia Resultate – wenn auch keine überragenden – brachte, schaffte das Hirschbühl nicht. Er fiel sowohl in Wengen, als auch in Kitzbühl und beim Nightrace in Schladming aus.

Die ungewollte Chance

Die Chance auf eine Nominierung ist trotzdem noch intakt. Der Grund ist ein wenig erfreulicher. Der kurz vor dem Ziel gestürzte Manuel Feller zog sich eine Verletzung im Nackenbereich zu. Sein Einsatz beim Slalom am Mittwoch ist daher fraglich. Auch der im zweiten Durchgang nach guter Zwischenzeit gestürzte Stefan Brennsteiner verletzte sich. Dass Hirschbühl so ins Slalomteam rutscht, will er freilich nicht. VN-HK

„Ich glaube, dass ich den schnelleren Schwung habe, aber ich muss die Entscheidung der Trainer akzeptieren.“