Es hat doch noch geklappt

Sport / 28.02.2018 • 20:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominik Distelberger möchte bei der Leichtathletik-Hallen-WM in Birmingham seinen Siebenkampfrekord von 6063 Punkten verbessern.gepa
Dominik Distelberger möchte bei der Leichtathletik-Hallen-WM in Birmingham seinen Siebenkampfrekord von 6063 Punkten verbessern.gepa

Dominik Distelberger als erster ÖLV-Mehrkämpfer bei einer Hallen-WM.

Birmingham Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) schickt vier Athleten zu der heute beginnenden Hallen-WM in Birmingham. Damit ist für den ÖLV das größte Team seit 15 Jahren am Start. Neben den beiden Hürdensprinterinnen Stephanie Bendrat und Beate Schrott qualifizierten sich auch Ivona Dadic für den Fünfkampf und Dominik Distelberger für den Siebenkampf.

Dabei kommt die Teilnahme an den Titelkämpfen nach Trainingsumstellungen zumindest für Schrott und Distelberger überraschend. Schrott erbrachte das Limit knapp zwei Wochen vor der WM bei der Staatsmeisterschaft in Linz mit Platz zwei hinter Bendrat in 8,13 Sekunden. Damit unterbot sie das Limit um eine Hundertstelsekunde.

Training umgestellt

Siebenkämpfer Dominik Distelberger, der schon am Freitag (ab 11 Uhr) mit dem 60-Meter-Lauf in seinen Wettkampf startet, hat ebenfalls eine Trainingsumstellung hinter sich. Nach Platz 17 bei der Freiluft-WM im Sommer hat Distelberger im Herbst nach Vorbild des deutschen Teams auf ein Blocksystem umgestellt. Dabei geht es darum, statt einem langen kürzere Zyklen zu machen und diese mehrmals in der Saison zu wiederholen. Bisher ist Distelberger von der Umstellung begeistert. „Die Trainingsumstellung hat ziemlich gut funktioniert und ist jetzt schon ein voller Erfolg. Der Plan war eigentlich, wir schauen einmal, wie es in der Halle geht. Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut geht“, sagte er. Eigentlich müsse man das Programm eine ganze Saison durchziehen, um ein Fazit zu fällen. Er kündigte aber schon an, bei dieser Trainingsgestaltung bleiben zu wollen.

Als erster ÖLV-Siebenkämpfer hat Distelberger eine Einladung des Weltverbandes zur Hallen-WM bekommen. „Ich habe schon gezweifelt, ob die Einladung noch kommt. Umso schöner ist es, dass es doch noch etwas geworden ist“, meinte der 27-Jährige. Die Hallen-WM war das einzige Großereignis, das Distelberger noch gefehlt hatte.

In Birmingham will er vor allem auf die gesammelten Zähler schauen. „Ich habe vor allem ein Punkteziel. Natürlich möchte ich meine persönliche Bestleistung angreifen. Platzierungsmäßig habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Das Wichtigste ist mir, dass ich mein Leistungsniveau abrufen möchte“, erklärte Distelberger. Seine persönliche Bestleistung liegt seit der Hallen-EM vor einem Jahr in Belgrad, wo er Platz vier belegte, bei 6063 Punkten.

„Ich habe ein Punkteziel, möchte meine persönliche Bestleistung angreifen.“