Automobilcup für die Gipfelstürmer

Sport / 27.03.2018 • 18:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Einer der vielen Favoriten ist Hubert Ganath mit seinem Porsche-Cayman-GT4. MAnfred Noger
Einer der vielen Favoriten ist Hubert Ganath mit seinem Porsche-Cayman-GT4. MAnfred Noger

Heuer gibt es im Vorarlberger Drytech-Race-Cup nur einen reinrassigen Autoslalom.

Röthis Am Karsamstag beginnt traditionell mit dem Automobil-Slalom von Röthis auf dem Drivingcamp-Gelände die neue Saison zum Vorarlberger Automobil-Cup. Es ist bereits der 39. Cup ohne Unterbrechung. Röthis wird heuer allerdings der einzige Rundstrecken-Slalom sein, denn der Rallye-Club-Klostertal kann – aufgrund von vereinsinternen Problemen – heuer nicht den Slalom St. Gallenkirch rund um die Talstation der Valiserabahn austragen. Die restlichen acht Rennen (Damüls, Gargellen und Eichenberg mit jeweils zwei Rennen am Samstag und Sonntag und Stuben am Freitag und Samstag) werden durchwegs als Bergrennslaloms ausgetragen. Damit wird es heuer also nur insgesamt neun Wertungsläufe zum Drytech-Race-Cup geben. Sämtliche Rennen werden vom Renn- und Rallyeclub-Vorarlberg (RRCV) ausgetragen.

Präsident Josef Hammerer ist es gelungen, das bei den Fahrern beliebte Arlberg-Rennen wieder zu aktivieren. Nach bisher nur zwei Austragungen (2010 und 2013) dürfte die dritte Auflage der Höhepunkt des Cups werden. Hammerer: „Der Bergrennslalom wird erstmal auf der neu ausgebauten Arlberg-Passstraße von Stuben bis fast zur Abzweigung der Flexen-Galerie stattfinden. Das Ambiente mit Start in Stuben direkt bei den Hotels im Dorfzentrum ist unvergleichbar.“

Einige Favoriten

Für den Saisonauftakt sind 146 Nennungen aus fünf Nationen eingegangen, so viele wie noch nie. Aufgrund des ausgeklügelten Wertungssystems (jeder Klassensieger kann mit 100 Zählern voll punkten, wenn mindestens fünf Fahrer in der jeweiligen Klasse am Start waren. Pro fehlendem Teilnehmer kommt ein Punkt zum Abzug) gibt es keinen herausragenden Favoriten, denn bei insgesamt 19 Klassen kann theoretisch jeder Klassenbeste den Cup für sich entscheiden. Die Titel­verdächtigen sind: Markus Reich (Au/VW-Golf), der amtierende Meister Manfred Högger (Götzis) mit seinem Opel Corsa, der Schweizer Dani Buser (Subaru-Impreza) oder Christoph Schuler (Frastanz/Renault-R5). In der Vergangenheit ist der Feldkircher Hubert Ganath mit seinem Porsche-Caymann-GT4 immer stärker geworden. Der mehrfache Tagessieger der vergangenen Jahre, Christoph Lampert (Feldkirch), möchte sich heuer mehr auf internationale Bergrennen konzentrieren. Sollte es nicht regnen, wird Lampert jedoch – zu Trainingszwecken – mit seinem ultraleichten Silhouetten-Renner der Marke TracKing mitmischen. Ein Comeback mit seinem wieder aufgebauten Opel-Kadett-C plant für Röthis der wieder genesene zweifache Schweizer Slalom-Meister Christoph Zwahlen. 2013 verunfallte der Eidgenosse bei einem Schweizer Bergrennen, erlitt schwerste Beinverletzungen.

Augenmerk auf PS-Neulinge

Wie immer gibt es für die Damen eine Spezialwertung und ein besonderes Augenmerk wird auf die Motorsport-Neulinge mit einer eigenen Schnupper-Klasse gelegt. In dieser Klasse (allein 18 Anmeldungen für Röthis) wird zur besseren Linienfindung und um den Renndruck abzubauen, die geringste Differenzzeit zwischen den Läufen gewertet. Für die Rookies wird das langjährige RRCV-Mitglied Oswald Kothgassner eigens abgestellt, der die PS-Debütanten speziell betreuen wird. Erfreulich ist laut Josef Hammerer die Tendenz, dass immer mehr Clubs und Interessensgemeinschaften, speziell aus der Schweiz und Deutschland, die Ländle-Veranstaltungen nutzen, um preiswerten Motorsport zu betreiben. Dg

Motorsport

Drytech-Race-Automobil-Cup 2018

31. März: Slalom Drivingcamp Röthis

16./17. Juni: Bergslalom Damüls

13./14. Juli:  Bergslalom Stuben

18./19. August: Bergslalom Gargellen

29./30. September: Bergslalom Eichenberg