Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Das Rad dreht sich schneller

27.03.2018 • 21:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rapid (Damir Canadi) hat es getan, Dortmund (Peter Bosz) ebenso und auch der ÖFB (Franco Foda) – die Zahl der Klubs bzw. Verbände, die Ablöse für einen Trainer zahlen, wird immer länger. Dabei waren sie lange Zeit die einzige Konstante im Fußballgeschäft. Doch das Geschäft mit dem Fußball-Know-how floriert und nimmt immer groteskere Ausmaße an. So ist inzwischen von einer Ablöse im zweistelligen Millionenbereich zu lesen, wenn es darum geht, Ralph Hasenhüttl von Leipzig loszueisen. Dortmund soll interessiert sein, der FC Bayern sowieso. Weil die Münchner im Sommer einen Nachfolger für Jupp Heynckes präsentieren müssen, heißt es für die Konkurrenz: bitte hinten anstellen.

So gesehen wirken die Worte des so sehr Umworbenen wohltueend: „Ich habe noch nicht die Erfahrung international“, lautete die Antwort von Hasenhüttl, auf den FC Bayern angesprochen. Dieses Wissen, so der Österreicher weiter, sei für einen Klub wie den deutschen Rekordmeister „unabdingbar“. So bleibt Bosz mit einer Ablösesumme von fünf Millionen Euro vorerst der teuerste. Das Trainerrad aber dreht sich schon, auch weil Lucien Favre (Nizza) ab Sommer wieder am Markt ist. Fraglich, ob auch Wolfsberg so lange wartet. Denn erst dann wäre wohl der Ex-WAC-Cotrainer und jetzige Hartberg-Coach Christian Ilzer ablösefrei zu haben.

Christian Adam

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