Für den nächsten Schritt bereit

Sport / 29.03.2018 • 23:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gerhard Puschnik blickt mit Kapfenberg in Richtung Alps Hockey League.gepa
Gerhard Puschnik blickt mit Kapfenberg in Richtung Alps Hockey League.gepa

Ex-Feldkirch-Stürmer Gerhard Puschnik möchte mit Kapfenberg in die Alps Hockey League.

Schwarzach Heute ist Nennungsschluss in der Alps Hockey League. Die drei Vorarlberger Klubs FBI VEU Feldkirch, EC Bregenzerwald und der EHC Alge Elastic Lustenau werden wieder für die grenzüberschreitende Liga mit bisher 17 Vereinen melden. Ein Fragezeichen soll hinter der Teilnahme der italienischen Teams von Fassa und Gröden stehen, dafür bekundet Kapfenberg neuerlich Interesse an einer Teilnahme. „Das Verfahren läuft“, freut sich die ehemalige Feldkirch-Legende Gerhard Puschnik, Trainer bei den Obersteirern. Aktueller Stand zur Causa: Kapfenberg hat von der AHL eine Einladung für eine Präsentation bekommen. Und hofft auf das Wohlwollen der Gemeinde und der lokalen Sponsoren. „Man hat erkannt, dass bei uns nachhaltig gearbeitet wird. Aber noch ist nichts fix.“

Hilfe aus Graz und Villach

Kapfenberg spielt bis dato in der steirischen Eliteliga, ist dort sportlich allerdings unterfordert. Die aktuelle Endspielserie gegen Frohnleiten ging mit drei glatten Erfolgen (11:3, 7:4, 8:3) zu Ende. Puschnik: „Es wäre eigentlich der logische Schritt, jetzt eine Stufe weiterzugehen.“ Der Zuschauerzuspruch ist vor allem in den Derbys wie gegen Zeltweg groß. „In der AHL können wir mit 600, 700 Fans rechnen“, glaubt der ehemalige Euroligasieger. Mit dem neuen möglichen, Betätigungsfeld hat man sich auseinandergesetzt. „Wir haben gegen Neumarkt und das zweite KAC-Team gewonnen, wir wurden auch in den anderen Tests nie aus der Halle geschossen.“ Puschnik möchte eine Mannschaft formen, die mit acht bis zehn Steirern sowie Kooperationsspielern von den EBEL-Klubs Graz und Villach bestückt ist, aber ohne Legionäre auskommen soll. „Wir wollen jungen österreichischen Spielern die Plattform bieten, sich für höhere Aufgaben vorzubereiten. Reich wird man bei uns nicht.“

Puschnik sieht das österreichische Eishockey auch mit kritischen Augen: „Was ist unser Prämiumprodukt? Die Nationalmannschaft. Für das Team kommt aus der Erste Bank Liga zu wenig Unterstützung. Die Entwicklung der österreichischen Jugend wird aber in der EBEL von der Punkteregelung behindert. Das setzt sich dann in der AHL fort. Dort sind Spieler unterwegs, die eigentlich in die EBEL gehören und in der AHL dem Nachwuchs Plätze wegnehmen. Stattdessen laufen flügellahme Legionäre herum, die sich beim Geradeausfahren schwertun.“

Runder Tisch

Der ehemalige Nachwuchs-Nationaltrainer würde sich einen runden Tisch zu diesem Thema wünschen. „Viele ehemalige österreichische Profispieler teilen diese Meinung mit mir. Man muss endlich Nägel mit Köpfen machen. In Deutschland wurden die Legionäre reduziert, Olympia-Silber war die erste Belohnung.“ VN-ko