Rote Teufel auf der Jagd nach dem Pott

Sport / 29.03.2018 • 20:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Boris Zivkovic und seine Roten Teufel kämpfen ab heute in Wien im ÖHB-Cup Final Four um den vierten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte.gepa
Boris Zivkovic und seine Roten Teufel kämpfen ab heute in Wien im ÖHB-Cup Final Four um den vierten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte.gepa

Beim ÖHB-Cup Final Four kämpft HC Alpla Hard gegen ganz Wien.

Wien ÖHB-Cup Final Four ist, wenn drei Klubs aus Wien gegen einen Klub aus Vorarlberg um den begehrten ÖHB-Pokal spielen – und dazu auch noch in Wien. Der letzte Vertreter aus dem Ländle, Alpla HC Hard, muss sich beim heute ab 18 Uhr beginnenden Semifinal-Tag wie ein ungebetener Partygast fühlen. Denn neben den Roten Teufeln spielen noch SG Handball Westwien, der amtierende Cupsieger HC Fivers Margareten und dessen Amateurteam HBS Fivers Margareten um den Pokal. Und gerade deshalb will die Mannschaft von Hard-Trainer Petr Hrachovec den „Party-Crasher“ geben und nach 2005, 2008 und zuletzt 2014 den vierten Pokalsieg schaffen. „Wir spielen in Wien gegen Wiener Mannschaften. Das macht es nicht einfach, aber wir werden diese Herausforderung annehmen“, so der Harder Trainer.

Niemanden unterschätzen

Zuerst muss die Hrachovec-Truppe aber das Farmteam der Fivers, die HBA Fivers Margareten, im Halbfinale aus dem Weg räumen (20.20 Uhr). Was sicher keine leichte Aufgabe wird, wenn man davon ausgeht, dass die ganze Halle in der Hollgasse hinter den „kleinen“ Fivers stehen wird. Ein vorprogrammierter Hexenkessel. Aber die Roten Teufel sind gerüstet und auf jegliche Einflüsse von außen eingestellt. „Eines ist fix: Wir werden die HBA Fivers sicher nicht unterschätzen, das wäre viel zu gefährlich. Deshalb haben wir uns gewissenhaft auf das Halbfinale vorbereitet und wissen, was uns erwarten kann“, berichtet Hrachovec im Vorfeld der Partie. Der Coach, der bis auf die langzeitverletzten Risto Arnaudovski und Konrad Wurst alle Kaderspieler zur Verfügung hat, gibt zudem eine klare Marschrichtung vor: „Wir wollen ins Finale und uns dort den Pott holen.“

Wiener Derby im Halbfinale

Der Semifinal-Gegner der Harder absolvierte bislang drei Partien bis zum Final Four. Dabei eliminierte man Handball Tirol (33:30), UHC Tulln (33:28) und WAT Atzgersdorf (26:19) und sorgte damit für die große Cup-Sensation. Hard hingegen marschierte mühelos über St. Pölten (30:16) und Krems (34:29) ins Final-Turnier.

Im zweiten Halbfinal-Match kommt es zum großen Wiener Derby zwischen SG Handball West­wien und dem Hausherrn HC Fivers Margareten (18 Uhr). Die Mannschaft von Fivers-Coach Peter Eckl gilt in der eigenen Halle natürlich als großer Favorit, ist in den letzten Jahren auch zu einem Cup-Spezialisten herangereift. Seit 2015 konnten Vitas Ziura und Co. drei Mal in Folge den Titel holen. Davor war man bereits 2013, 2012, 2009 und 1999 erfolgreich.

Überraschungsteam im Finale

Im ÖHB-Cupfinale der Damen trifft das Sensationsteam von UHC Stockerau auf Union St. Pölten. Die Stockerauerinnen haben auf dem Weg ins Finale die MGA Fivers in einem wahren Halbfinal-Krimi besiegt. Erst in der Verlängerung konnte sich der UHC, der auch Hypo Niederösterreich besiegte, durchsetzen. St. Pölten hingegen kam ohne Mühe im Niederösterreich-Derby gegen UHC Eggenburg weiter.

„Wir wollen in das Finale. Und dann möchten wir den Pott ins Ländle holen.“

Handball

ÖHB-Cup Final Four der Herren

Semifinale:

HC Fivers WAT Margareten – SG INSIGNIS Handball Westwien  heute

Hollgasse, 18 Uhr, SR Hurich/Bolic

HBA Fivers WAT Margareten – Alpla HC Hard  heute

Hollgasse, 20.20 Uhr, SR Begovic/Bubalo

Finale

Sieger HC Fivers/Westwien – Sieger HBA Fuvers – Alpla Hard  Sonntag

Hollgasse, 20.20 Uhr (live auf ORF Sport+, LaolaTV), SR Hofer(Schmidhuber

ÖHB-Cup-Finale der Damen

UHC Müllner Bau Stockerau – Union St. Pölten  Sonntag

Hollgasse, 18 Uhr (live auf ORF Sport+), SR Löschnigg/Hug