Bach sorgt für Tauwetter

Sport / 30.03.2018 • 21:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
IOC-Präsident Thomas Bach und der nordkoreanische Sportminister Kim Il Guk suchen in Pjöngjang Lösungen für eine weitere Zusammenarbeit im Sport.ap
IOC-Präsident Thomas Bach und der nordkoreanische Sportminister Kim Il Guk suchen in Pjöngjang Lösungen für eine weitere Zusammenarbeit im Sport.ap

Der Olympiachef auf Vermittlungsmission in Ostasien

Pjöngjang Das Internationale Olympische Komitee hat die diplomatischen Bemühungen um Nordkorea mit einem Besuch von IOC-Präsident Thomas Bach fortgesetzt. Bach folgte einer Einladung Nordkoreas und ist bis einschließlich heute zu Besuch in dem international weitgehend isolierten Land. Im Fokus der Diskussionen sollten die weitere Entwicklung des Sports in Nordkorea mit dem Ziel der Qualifikation und Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und 2022 in Peking stehen, hieß es in einer Erklärung des Internationalen Olympischen Komitees.

Treffen mit Kim

Am Freitag traf Bach den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un, wie der IOC-Boss selbst der Nachrichtenagentur AP sagte. Nach einem 30-minütigen offiziellen Termin hätten sich die beiden noch etwa 45 Minuten lang unterhalten und gemeinsam ein Fußball-Spiel im Stadion Erster Mai in Pjöngjang angeschaut. Bach war zu Beginn seiner dreitägigen Visite in Nordkorea von Sportminister Kim Il Guk und Jang Ung, Mitglied des Nordkoreanischen Olympischen Komitees, empfangen worden.

Wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtet, tagte das Nationale Olympische Komitee Nordkoreas. Bei der Sitzung sollte auch über eine „revolutionäre Wende“ im nationalen Sport anlässlich des 70. Geburtstags von Nordkorea diskutiert werden.

Den Dialog fortsetzen

Bach hatte zum Abschluss der Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang erklärt, dass das Internationale Olympische Komitee den Dialog mit Nordkorea fortsetzen werde. Den gemeinsamen Auftritt von Sportlern aus Süd- und Nordkorea bei der Eröffnungsfeier und die Spiele der gesamtkoreanischen Eishockey-Mannschaft der Frauen zählten für den 64-Jährigen zu den Höhepunkten dieser Winterspiele. „Wir haben gezeigt, was der Sport leisten kann“, hatte Bach zum Abschluss der Spiele im Februar gesagt. „Gespräche können zu einem positiven Ergebnis führen.“

„Wir haben gezeigt, was der Sport mit Gesprächen leisten kann.“