Traumtor von Marcel Canadi

Sport / 24.04.2018 • 22:13 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Ball passt: Die Austrianer Bojan Avramovic und Jodel Dossou verfolgen die Flugbahn des Balls nach Canadis Freistoß.gepa
Der Ball passt: Die Austrianer Bojan Avramovic und Jodel Dossou verfolgen die Flugbahn des Balls nach Canadis Freistoß.gepa

Austria führte zwei Mal und spielte 2:2 – Unsicherheit um Trainerlizenz bleibt.

Wr. Neustadt Seit acht Jahren ist das Durchschnittsalter einer Lustenauer Mannschaft nicht mehr so jung gewesen. Torhüter Alexander Sebald (21), Darjio Grujcic (18), Pius Dorn (21), Bojan Avramovic (20), Simon Pirkl (21), Nicolai Bösch (19) und Marcel Canadi (20) – gleich sieben Spieler in der Startelf, die nicht älter als 21 Jahre sind. Der Trainer also setzte auf Perspektivspieler, und vor allem Canadi zeigte, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen sein wird. Der Sohn von Ex-Altach-Coach Damir Canadi krönte seine Leistung im sechsten Ligamatch mit einem traumhaften Freistoßtreffer (53.).

Als Sturmspitze aufgeboten, war Canadi nach dem Foulpfiff an Jodel Dossou – der sicherlich aktivste Austria-Spieler war für einmal ausgerutscht – zum Freistoß angetreten. Aus gut 20 Metern ließ er mit seinem Linksschuss an die Unterkante der Querlatte Torhüter Dominik Schierl keine Abwehrmöglichkeit. Für die Lustenauer bedeutete der Treffer die zweite Führung in einem Spiel, das die Grün-Weißen nach einem kleinen Systemwechsel nach der Pause sogar dominierten. Für den ersten Treffer hatte Dossou gesorgt. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte war es der Mann aus Benin, der den Gegenangriff einleitete – und auch abschloss. Nach einer Vorlage von Sandro Djuric ließ Dossou noch Alberto Prada aussteigen und schoß mit links ein.

Letzterer hatte die Mannschaft als Kapitän auf den Platz geführt, weil Marco Krainz verletzungsbedingt fehlte. Der 20-Jährige war zwar trotz Knöchelverletzung auf der Bank gesessen, will aber in Wien bleiben und sich bei einem Arzt seines Vertrauens untersuchen lassen. Für Djuric sollte die Partie dann aber vorzeitig beendet sein. Nachdem der Mittelfeldmann in der Schlussphase Gelb gesehen hatte, ließ er sich nur Minuten später zu einem dummen Foul hinreißen und flog mit Gelb-Rot vom Platz.

Am Ende sollte die Austria die Führung nicht über die Zeit bringen. Weil man vor allem vor der Pause zu viele Chancen zuließ und weil nach der Pause Grujcic mit einem unnötigen Handspiel im Strafraum den Hausherren zu einem Elfmeter verhalf. Jeweils war es Neustadts Torjäger Hamdi Salihi, der mit seinen Toren schließlich den Endstand fixierte.

Einen bitteren Beigeschmack des Punktgewinns der Austria hat die weiter ungeklärte Trainerlizenz bzw. die Aufnahme von Plassnegger in den UEFA-Pro-Kurs. Die 60-Tage-Frist für den Steirer ist mit der Partie gegen Wr. Neustadt abgelaufen. Ein Umlaufbeschluss der ÖFB-Sportkommission soll noch vor dem Wacker-Heimspiel am Freitag entscheiden, ob der Steirer coachen darf oder auch nicht.

„Die Jungs haben es richtig gut gemacht und sich diesen Punkt auch redlich verdient.“

Sky Go Erste Liga 2017/18

30. Spieltag

Floridsdorfer AC – SV Ried 2:4 (1:2)

Job Consulting Arena, 500 Zuschauer, SR Harkam (ST)
Torfolge: 22. 0:1 Prosenik, 26. 0:2 Seifedin Chabbi, 29. 1:2 Markoutz, 61. 1:3 Seifedin Chabbi, 79. 2:3 Völkl (Elfmeter), 90. 2:4 Seifedin Chabbi (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Mario Kröpfl, Hinterberger, Bergmeister, Umjenovic bzw. Reifeltshammer, Haring

Rote Karte: 66. Marcos (Ried/Tätlichkeit)
Bei Ried ist Dieter Alge Cotrainer, Athletiktrainer ist Tamas Tiefenbach. Dreifachtorschütze Seifedin Chabbi spielte 90 Minuten, Pius Grabher stand nicht im Kader und Torhüter Reuf Durakovic saß auf der Ersatzbank.

FC Liefering – FC BW Linz 1:1 (1:0)

Grödig, Das.Goldberg-Stadion, 278 Zuschauer, SR Altmann (W)
Torfolge: 25. 1:0 Schmid, 56. 1:1 Hartl
Gelbe Karten: Szoboszlai, Schuster, Dembélé, Meister bzw. Cvetko, Pikkarainen, Hartl, Brandstätter

FC Wacker Innsbruck – TSV Hartberg  0:0

Tivoli Stadion Tirol, 3782 Zuschauer, SR Schörgenhofer (V)
Gelbe Karten: Kerschbaum, Hamzic, Freitag, Schimpelsberger (alle Wacker

KSV 1919 – WSG Wattens 2:3 (1:2)

Franz-Fekete-Stadion, 300 Zuschauer, SR Spurny (W)

Torfolge: 28. 0:1 Schnegg, 33. 0:2 Kovacec, 38. 1:2 Geissler, 85. 2:2 Sencar, 90./+ 3 2:3 Zangerl

Gelbe Karten: Haas bzw. Nitzlnader, Santin, Katnik, Schnegg, Toure

Bei Wattens wurde Lukas Katnik in der 84. Minute ausgewechselt und Sebastian Santin spielte durch.

Torschützenliste

20 Seifedin Chabbi SV Ried

19 Hamdi Salihi SC Wr. Neustadt

16 Zlakto Dedic FC Wacker Innsbruck

12 Ronivaldo SC Austria Lustenau

11 Dario Tadic TSV Hartberg

10 Milan Jurdik WSG Wattens

 Florian Jamnig FC Wacker Innsbruck

 9 Thomas Fröschl SV Ried

 Dominik Szoboszlai FC Liefering

 Benjamin Pranter WSG Wattens

 8 Lucas Barbosa SC Austria Lustenau

 Lukas Katnik WSG Wattens

 Stefan Meusburger TSV Hartberg