Am Tag der Arbeit in den Urlaub geschickt

01.05.2018 • 20:47 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Während die Spieler von West Wien nach dem ersten Saisonsieg in Bregenz über den Einzug ins Halbfinale jubelten, müssen Marian Klopcic und Co. das vorzeitige Saisonende zur Kenntnis nehmen.gepa
Während die Spieler von West Wien nach dem ersten Saisonsieg in Bregenz über den Einzug ins Halbfinale jubelten, müssen Marian Klopcic und Co. das vorzeitige Saisonende zur Kenntnis nehmen.gepa

Bregenz Handball nach 23:25-Heimniederlage ausgeschieden.

Bregenz Aus, Schluss und vorbei – ausgerechnet am Tag der Arbeit wurden die Bregenzer Handballer zum zweiten Mal in Folge in der 23-jährigen Geschichte in der Spusu Handball-Liga Austria bereits nach der ersten K.-o.-Runde in die Sommerpause geschickt. Nach der 22:27-Auswärtsniederlage zum Auftakt der Best-of-three-Viertelfinalserie musste sich der neunmalige Meister (letztmals 2010) auch im zweiten Duell gegen West Wien mit 23:25 (10:11) geschlagen geben.

Nervosität nicht abgelegt

Vor 1200 Zuschauern war den Akteuren der Equipe von Coach Jörg Lützelberger die Wichtigkeit der Partie bereits beim Einlaufen im Gesicht anzumerken. Trotz großem Engagement sorgten immer wieder unerklärliche Fehlpässe und inkosequent vorgetragene Angriffe dafür, dass man die Grünen aus dem 14. Wiener Gemeindebezirk nicht abschütteln konnte und mit einem 10:11-Rückstand die Seiten gewechselt wurden.

Nach dem Kabinengang sorgten zusätzlich einige fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter dafür, dass sich die Wiener auf 19:13 (45.) absetzen konnten. Als die Hausherren mit dem Mut der Verzweiflung noch einmal alles nach vorne warfen, kam man zwar auf 20:22 (55.) heran. Doch zwei weitere Fehlpässe im Angriff und zwei Kontertore von West-Wien-Teamspieler Sebastian Frimmel innert einer Minute zum 25:20 ließen alle Hoffnungen auf ein drittes Duell im Keim ersticken und besiegelten das frühzeitige Saisonende. „Obwohl es schmerzt und natürlich alle im Team extrem enttäuscht sind, muss man fair anerkennen, dass West Wien sicher nicht unverdient weitergekommen ist. Im Gegensatz zu uns sind sie mit der in solchen K.o.-Duellen notwendigen Cleverness zu Werke gegangen und haben eigentlich nie wirklich gewackelt. Im Gegensatz dazu haben wir wie schon im ersten Spiel einfach wieder zu viele Fehler gemacht und sie damit immer im Spiel gehalten. Wir müssen nun alles in Ruhe analysieren und werden versuchen aus unseren Fehlern zu lernen“, betonte Coach Lützelberger in einer ersten nüchternen Analyse.

Bitteres Ende für Bammer

Ganz besonders bitter war die neunte Niederlage im elften Bewerbspiel in diesem Kalenderjahr für Dominik Bammer. Der 28-jährige gebürtige Oberösterreicher gab vor wenigen Tagen sein Karriereende bekannt und hat nun früher als
geplant Zeit, sich seiner Familie und der Arbeit als praktizierender Arzt für Allgemeinmedizin zu widmen.

Frederic Wüstner erzielte in Ferlach wie schon im Hinspiel drei Tore. gepa
Frederic Wüstner erzielte in Ferlach wie
schon im Hinspiel drei Tore. gepa

SPUSU Handball-Liga Austria 2017/18

Viertelfinale (Best of three), 2. Spiel

Bregenz Handball (5.) – SG Handball West Wien (4.) 23:25 (10:11)

Handballarena Rieden, SR Lajko/Seidler

1. Spiel (27. April): 27:22 (15:8) für West Wien; West Wien damit im Halbfinale

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 6

Spielverlauf: 4. 2:2, 9. 5:3, 12. 6:6, 22. 9:7, 30. 10:11, 34. 10:14, 39. 13:15, 45. 13:19, 49. 17:20, 55. 20:22, 58. 20:25

Bregenz Handball: Aleksic, Häusle; Jäger, Frühstück (3), Babarskas (2), Ramic,
Klopcic (3), Lampert, Bammer (3), Schnabl (1), Esegovic (5), Chychykalo, Mohr, Gangl (4), Glaser, Kikanovic (2/1)

SG Handball West Wien: Uvodic, Kaiper; Seitz, Führer (7), Rangarsson (3), Meleschnig, Frimmel (7), Hajdu, Schiffleitner, Jovanovic (1), Jelinek (2), Pratschner, Mittendorfer, Ranftl, Kristjansson (4/1), Fuchs (1)

SC Ferlach (7.) – Alpla HC Hard (TV, 1.) 22:30 (10:16)

Ballspielhalle Ferlach, SR Brkic/Jusufhodzic

1. Spiel: 34:17 (16:10) für Hard; Hard damit im Halbfinale

Zweiminutenstrafen: 4 bzw. 4; Rote Karte: 58. Pomorisac (ohne Bemerkung)

Spielverlauf: 6. 2:3, 9. 5:3, 16. 5:10, 20. 7:11, 25. 8:13, 34. 11:17, 40. 11:19, 47. 15.23, 53. 19:27, 55. 20:30

SC Ferlach: Oslovnik, Streißnig; Donesch (2), Wuzella (2), Simic (1), Rath, Spitzinger,
Pomorisac (4), Semikov (9/4), Gams, Pales (3), Gonzales-Martinez (1), Vanzou

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Schmid, Raschle (1), Zivkovic (2), Wüstner (3), Schiller,
Tanaskovic (4), Schwärzler (1), Knauth (4/2), Dicker (4/1), Fetz, Herburger (7), Weber, Zeiner (2), Surac (2)

Schwaz Handball Tirol (8.) – UHK Krems (3.)  28:27 (15:13)

Sporthalle Ost, SR Hurich/Bolic

1. Spiel: 28:25 (18:12) für Krems; Stand: 1:1 in der Best-of-three-Serie

3. Spiel: UHK Krems – Schwaz Handball Tirol  Samstag, 19 Uhr

HC Linz (6.) – HC Fivers WAT Margareten (2.)  29:33 (15:17)

SHS Kleinmünchen, SR Mohler/Füchsl

1. Spiel: 35:24 (17:10) für Fivers; Margareten damit im Halbfinale

Halbfinale (Best of three):  9., 12./13. und 15. Mai

Alpla HC Hard – SG Handball West Wien

HC Fivers WAT Margareten – Sieger UHK Krems/Schwaz Handball Tirol

Finale (Best of five):  18., 23., 26., 29. Mai und 2. Juni

Erklärung: In den K.-o.-Duellen hat jeweils die besser klassierte Mannschaft nach der Bonusrunde im ersten bzw. dritten Spiel bzw. ggf. fünften Spiel (Finale) Heimvorteil.