Im Galinawald den Turbo gezündet

01.05.2018 • 16:12 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der 23-jährige Schweizer Gian Friesecke vom Radteam Vorarlberg Santic setzte sich auf den letzten drei Kilometern vom Spitzenquartett ab und triumphierte mit 40 Sekunden Vorsprung beim Grand Prix in Nenzing vor Teamkollege Patrick Schelling.VN/Sams
Der 23-jährige Schweizer Gian Friesecke vom Radteam Vorarlberg Santic setzte sich auf den letzten drei Kilometern vom Spitzenquartett ab und triumphierte mit 40 Sekunden Vorsprung beim Grand Prix in Nenzing vor Teamkollege Patrick Schelling.VN/Sams

Team-Vorarlberg-Duo Gian Friesecke und Patrick Schelling top bei Heim-Grand-Prix in Nenzing.

Nenzing „Wow, ich habe mit viel gerechnet, aber so eine Galavorstellung macht mich fast etwas sprachlos. Es war ein absolut genialer Arbeitstag unseres Teams und der Doppelsieg ist einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte.“ Tom Kofler, Manager des Radteams Vorarlberg Santic durfte sich am Tag der Arbeit über den zweiten Gesamtsieg beim Heim-Grand-Prix in Nenzing freuen. Vier Jahre nach dem Premierenerfolg von Fabian Schnaidt triumphierte diesmal Gian Friesecke. Der 23-jährige Schweizer zündete auf der neunten und letzten Runde auf dem Schlussanstieg im Galinawald den Turbo, setzte sich aus der vierköpfigen Spitzengruppe ab und üerquerte schließlich nach 160 Kilometern mit 40 Sekunden Vorsprung die Ziellinie bei der Sportmittelschule Nenzing. Die Freude über den Triumph beim Heimrennen wurde durch den zweiten Platz von Patrick Schelling erhöht. Der am Renntag seinen 28. Geburtstag feiernde Schelling wurde zudem als aktivister Fahrer des Rennens ausgezeichnet. Zudem entschied das Ländle-Radteam auch die Mannschaftswertung für sich.

Nach fünf Kilometern abgesetzt

Bereits nach knapp fünf Kilometern setzte sich beim aufgrund der geänderten Streckenführung erstmals gefahrenen Anstieg nach Röns eine zehnköpfige Spitzengruppe, darunter die drei Team-Vorarlberg-Akteure Friesecke, Schelling und Roland Thalmann sowie Markus Eibegger und und Stephan Rabitsch vom Feld ab. Betrug der Vorsprung bei der ersten Zieldurchfahrt noch 32 Sekunden, wurde er jede weitere Runde vergrößert. Nachdem dieser Vorsprung vor der letzten Runde auf 2:45 Minuten ausgebaut werden konnte, war klar, dass nur noch diese Fahrer für den Tagessieg in Frage kommen. Auf der letzten 18-km-Runde trennte sich dann sukzessive die Spreu vom Weizen und am Ende waren es Friesecke, Schelling, Eibegger und Helmut Trettwer, die auf den letzten Kilometern noch die größten Kraftreserven hatten. Die stetigen Tempowechsel des Duos Friesecke und Schelling hatten die Konkurrenten mürbe gemacht und so war es Friesecke, der auf dem letzten knapp 500 Meter langen Anstieg im Galinawald die entscheidende Attacke setzte und sich innert weniger Minuten von seinen Mitstreitern absetzte und am Ende mit 40 Sekunden Vorsprung die Ziellinie überquerte. „Mein letzter Sieg liegt schon knapp drei Jahre zurück undjetzt bin ich natürlich überglücklich, sozusagen beim Heimrennen wieder ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Mein Dank gebührt aber der gesamten Mannschaft. Wir hatten einen perfekten Rennplan, alle haben sich bedingungslos daran gehalten. Ohne die Unterstützung meiner Teamkollegen wäre es sicher nicht einfach gewesen, diesen tollen Erfolg für das gesamte Team einzufahren“, betonte der Zürcher Friesecke stolz.

Das nächste Rennen der Rad-Bundesliga steigt bereits kommenden Sonntag im Burgenland.

„So ein Triumph fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag am selben Tag.“

Der 23-jährige Schweizer Gian Friesecke vom Radteam Vorarlberg Santic setzte sich auf den letzten drei Kilometern vom Spitzenquartett ab und triumphierte mit 40 Sekunden Vorsprung beim Grand Prix in Nenzing vor Teamkollege Patrick Schelling.VN/Sams
Der 23-jährige Schweizer Gian Friesecke vom Radteam Vorarlberg Santic setzte sich auf den letzten drei Kilometern vom Spitzenquartett ab und triumphierte mit 40 Sekunden Vorsprung beim Grand Prix in Nenzing vor Teamkollege Patrick Schelling.VN/Sams

Rad

Grand Prix Vorarlberg 2018 in Nenzing

Endstand nach neun Runden (160 km) Schnitt 43,0 km/h

1. Gian Friesecke (Team Vorarlberg Santic) 3:45:52 Std.

2. Patrick Schelling (Team Vorarlberg Santic) +0:40 Min.

3. Helmut Trettwer (WSA Pushbikers) 

4. Markus Eibegger (Felbermayr Simplon Wels) gleiche Zeit

5. Stephan Rabitsch (Felbermayr Simplon Wels) +2:02

6. Roland Thalmann (Team Vorarlberg Santic) gleiche Zeit

7. Veljko Stojnic (Centre Mindial) +3:14

8. Marco Provera (Speeder Cycling) +3:15

Weiters: 15. Jannik Steinmle, 17. Lukas Rüegg, 20. Patrick Jäger, 31. Davide Orrico, 32. Manuel Bosch, 34. Daniel Geismayr, 35. Matteo Badilatti, 37. Lukas Meiler (alle Team Vorarlberg Santic) alle +6:05 Min., 43. Riccardo Zoidl (Felbermayr Simplon Wels) +6:28

Insgesamt kamen von 134 gestarteten Fahrern 46 ins Endklassement.

Ausgeschieden u. a.: 7. Runde Jodok Salzmann (WSA Pushbikers);
6. Runde Dominik Amann und Martin Meiler (beide Team Vorarlberg Santic); 2. Runde: Pius Ilg (Union RV Dornbirn) und Johannes Hirschbichler (Team Vorarlberg Santic)