Zellhofer stellt klar: „Wir haben uns bemüht“

02.05.2018 • 20:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Altachs Sportchef wehrt sich nach Abgang von Daniel Nussbaumer.

Altach Es sei das „starke Bemühen“ des VfB Stuttgart gewesen. So hatte Daniel Nussbaumer am Sonntag gegenüber den VN seinen Abgang aus Altach erklärt. Die Worte des 18-Jährigen wollte nun Altachs Sportchef Georg Zellhofer so nicht stehen lassen. Vielmehr will er festgehalten haben: „Wir haben uns bemüht.“ Zellhofer liefert dafür auch gleich eine Begründung.

2015 habe man das Projekt junger Akademiespieler, den Weg mit Altach in die Bundesliga zu gehen, gestartet. Im Visier war das Trio Valentino Müller, Leonardo Zottele („Beide hatten auch andere Angebote“) sowie Nussbaumer. Während sich Zottele (19), den man durchaus gerne in Altach sehen würde, damals für den 1. FC Nürnberg entschied, folgte Müller (19) dem Ruf aus Altach und auch Nussbaumer unterschrieb für den heimischen Bundesligaklub. Danach, so Zellhofer, habe man sich um Freistellungen der Spieler in der Schule, zusammen mit Schuldirektor
Christian Kusche sowie AKA-Sportchef Andreas Kopf, ebenso gekümmert wie um Individualtrainings der Aktiven. Dank Zusatzmaßnahmen, wie der Fitnessbetreuung durch Martin Hämmerle, einer Ernährungsumstellung und auch einer Medienschulung mit Werner Grabherr seien die Spieler sukzessive an die Herausforderungen in der Bundesliga herangeführt worden. Wertschätzung gegenüber den Spieler sei auch die Tatsache gewesen, dass sie schon in den ersten Monaten mit zu den Europacupspielen 2015 nach Portugal reisen durften und ins Training der Kampfmannschaft integriert wurden. „Wir haben die Ausbildung also sehr ernst genommen und alle unsere Versprechen erfüllt“, sagt Zellhofer. „Aber wir haben natürlich auch das Interesse daran, von einem Weiterverkauf als Klub zu profitieren. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Da fehlt mir dann doch ein wenig das Herz.“ Diesbezüglich lobt Altachs Geschäftsführer Sport ausdrücklich Valentino Müller, der seinen Vertrag noch im Dezember des Vorjahrs verlängert hatte, obwohl er im Sommer – wie auch Nussbaumer – ablösefrei gehen hätte können.

Erneut zwei Trainingsausfälle

Der Abgang des Offensivspielers sei auch für Trainer Klaus Schmidt enttäuschend, habe er doch große Stücke auf ihn gehalten. „Er hat ihm die Chance in der Bundesliga gegeben“, so Zellhofer. Insgesamt sieht er das Projekt mit der Akademie auf einem guten Weg. Man baue auch hinkünftig auf Spieler aus Vorarlberg. Derzeit stehen neun Kicker aus dem Ländle im Profikader des Cashpoint SCR Altach.

Dieser Kader jedoch erlebt im Frühjahr aufgrund der großen Anzahl an verletzungsbedingten Ausfällen eine Härteprobe der ganz besonderen Art. So muss vor dem Spiel am Samstag in Mattersburg erneut ein Duo unfreiwillig eine Trainingspause einlegen. Es fehlte Andreas Lienhart (32) zum Auftakt der Trainingswoche wegen Muskelproblemen ebenso wie Benedikt Zech (27), der über Schmerzen im Adduktorenbereich klagt.

„Wir haben unsere Versprechungen im dreijährigen Ausbildungsweg alle eingehalten.“

Daniel Nussbaumer macht ab Sommer den nächsten Schritt.gepa
Daniel Nussbaumer macht ab Sommer den nächsten Schritt.gepa