Starkes Lebenszeichen

Sport / 04.05.2018 • 20:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kapitän und Torschütze Marco Krainz (rechts) und Pius Dorn zelebrieren den Austria-Treffer vor dem KSV-Transparent.gepa
Kapitän und Torschütze Marco Krainz (rechts) und Pius Dorn zelebrieren den Austria-Treffer vor dem KSV-Transparent.gepa

Bei der Austria Lustenau zeigen erneut die jungen Spieler auf – erster Auswärtssieg (2:0) im Jahr 2018.

Kapfenberg Sieg Nummer fünf auf fremdem Platz für die Austria, der Jubel war dementsprechend groß. Kein Wunder, lag der letzte volle Erfolg in der Fremde doch schon ein Weilchen zurück. Am 31. Oktober des Vorjahrs feierten die Grün-Weißen mit dem 2:1 bei BW Linz ihren letzten Auswärtserfolg. Für den ersten in diesem Jahr waren Kapitän Marco Krainz und Legionär Jodel Dossou mit ihren Toren zuständig.

Es sollte aber etwas dauern, ehe die Lustenauer ihre Reisemüdigkeit aus den Beinen gelaufen hatten. Die Marathonfahrt vom Donnerstag, als man auf der Autobahn stundenlang im Bus ausharren musste, lähmte vorerst das von Trainer Gernot Plassnegger geforderte aggressive Spiel gegen den Ball. Allerdings kamen die Lustenauer, die aufgrund einer Gelbsperre Darijo Grujcic, ersetzen mussten, auch nie wirklich in Bedrängnis. Es gelang gut, die Hausherren vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Dem Kapitän war es schließlich vorbehalten, die Torsperre zu brechen. Nach einer Flanke von rechts war es Dossou, der den Ball mit der Brust annahm und unfreiwillig für Krainz aufspielte. Der 26-Jährige zog vom Strafraum ab und fixierte seinen ersten Saisontreffer.

Frühe Vorentscheidung

Nach der Pause erwachten die Vorarlberger dann endgültig. Noch früher wurde Kapfenberg gestört und aggressiv gegen den Ball gearbeitet. Schnell sollte sich auch Erfolg einstellen. Nach einem Ballgewinn war es Dossou, der einen Konter einleitete. Paulo Victor spielte den raumöffenenden Pass auf rechts, wo Pius Dorn in den Strafraum zog, KSV-Goalie Paul Gartler ausspielte und sein Ball den mitgelaufenen Dossou erreichte. Ohne Mühe schob der Stürmer aus Benin das Leder vom Elfmeterpunkt ins Netz (48.).

Es war die frühe Entscheidung in einer Partie, in der die Austria weitere Chancen vorfand. Es blieb aber beim 2:0, sehr zur Freude von Plassnegger. Der Coach lobte danach vor allem seine jungen Spieler. „Sie geben Gas, gehen die Wege. Natürlich machen sie auch Fehler, aber sie geben alles.“ Als Belohnung für die drei Punkte gab es von Plassnegger einen Erholungstag für seine Schützlinge. „Wir kommen eh erst gegen sechs Uhr morgens an. Sollen sie einen Heimlauf machen, dann starten wir am Montag wieder durch“, so Plassnegger – und er ergänzte:
„Die Pulsuhr ist natürlich immer dabei.“ VN-cha

„Wir wollten von Beginn an aggressiver sein. Der Sieg aber ist sicherlich verdient.“

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