Ein Titel für die Ewigkeit

06.05.2018 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Selfie von Valon Berisha nach dem Gewinn der Meisterschaft mit Trainer Marco Rose (rechts).gepa
Ein Selfie von Valon Berisha nach dem Gewinn der Meisterschaft mit Trainer Marco Rose (rechts).gepa

Meister Salzburg sorgt für neue Bestmarke in Österreichs 106-jähriger Fußballgeschichte.

Salzburg Eindrucksvoller könnte sich die Dominanz der Bullen, die zum neunten Mal in der Red-Bull-Ära zuschlugen, kaum manifestieren. Der fünfte Titel in Folge bedeutet eine neue Bestmarke in der heimischen Fußballgeschichte. Zudem ist das Double möglich. Der Halbfinaleinzug in der Europa League setzte der Saison ohnehin die Krone auf. Mehr noch: Seit Dietrich Mateschitz 2005 den Fußball in der Mozartstadt für sich entdeckte, führte der Weg nur viermal an Salzburg vorbei – und da wurde man jeweils Zweiter. Seit der Ära von Sportdirektor Ralf Rangnick, inzwischen in Leipzig tätig, ist dank stringenter Transfer- und Ausbildungspolitik überhaupt kein Kraut mehr gegen die Salzburger gewachsen.

Als Salzburg Anfang August 2017 gegen Rijeka auch im zehnten Anlauf die Gruppenphase der „Königsklasse“ verpasste, war der größte europäische Erfolg der Ära Red Bull nicht abzusehen. Es schien vielmehr, als sei der Tribut in der Sommerpause einmal mehr zu hoch gewesen. Schließlich hatten neben Trainer Oscar Garcia auch die Stammspieler Konrad Laimer, Christian Schwegler, Wanderson, Valentino Lazaro oder Andre Wisdom den Klub verlassen. Doch wie so oft steigerte sich das Team und hatte letztlich den längeren Atem. Den spürte selbst Winterkönig Sturm schon im Nacken, mit Beginn des Frühjahrs wendeten die Bullen das Blatt und zogen immer weiter davon. An der Spitze des aktuellen Erfolgsteams steht Trainer Marco Rose. Der aktuelle Punkteschnitt des Youth-League-Siegers 2017 von 2,28 nach 58 Partien übertrifft sogar jenen von Rekordhalter Garcia (2,26 in 73 Spielen).