Es bleibt bei einem Punkt

Sport / 08.05.2018 • 21:03 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Dominic Zwerger (l.) und Konstantin Komarek sehen sich mit einer slowakischen Übermacht vor Goalie Patrik Rybar konfrontiert. gepa
Dominic Zwerger (l.) und Konstantin Komarek sehen sich mit einer slowakischen Übermacht vor Goalie Patrik Rybar konfrontiert. gepa

Österreich bei WM-Debüt von NHL-Stürmer Raffl mit 2:4 gegen Slowakei.

Kopenhagen Österreichs Eishockey-Nationalteam ist bei der WM in Dänemark auch nach dem dritten Spiel noch ohne Sieg. Gegen die Slowakei unterlag man mit 2:4 (1:1, 0:2, 1:1). Bereits am Mittwoch (20.15 Uhr) wartet gegen den bislang makellosen Titelverteidiger Schweden der nächste Härtetest im Kampf um den Klassenerhalt.

Linien umgestellt

Teamchef Roger Bader hatte gegen die Slowakei erstmals NHL-Stürmer Michael Raffl zur Verfügung und stellte daher seine Linien um. Raffl spielte Center zwischen Brian Lebler und Fabio Hofer, fand aber zwei Drittel lang nicht ins Spiel. Konstantin Komarek wechselte in die Linie mit Lukas Haudum und Dominic Zwerger, Alexander Rauchenwald auf den Flügel der vierten Linie anstelle von Daniel Woger.

Dabei gelang dem rot-weiß-roten Team ein Start nach Wunsch. Nach 93 Sekunden fälschte NHL-Verteidiger Andrej Sekera einen Lebler-Schuss unhaltbar ins eigene Tor ab. Doch der Weltmeister von 2002 schlug schnell zurück. Marcel Hascak verwertete einen Konter zum Ausgleich (5.). Danach entwickelte sich in den ersten 20 Minuten eine offene Partie mit den besseren Chancen für die Slowaken.

Im Mitteldrittel zogen die Slowaken auf 3:1 davon. Zunächst traf Tomas Jurco ins Kreuzeck (23.), in der 29. Minute patzte Torhüter Bernhard Starkbaum, der einen harmlosen Schuss von Christian Jaros nicht bändigen konnte (29.). Erst gegen Ende des Mitteldrittels wurden auch die Österreicher wieder gefährlich. Alexander Rauchenwald (36.) und Lebler (39.) vergaben zunächst die Chance auf den Anschlusstreffer.

Für das Schlussdrittel stellte Bader die Linien um und ließ Raffl wie auch bei den Philadelphia Flyers an der Seite von Komarek auf der Flügelposition spielen. In der 42. Minute setzte Raffl mit einem öffnenden Pass Peter Schneider ein, der seine zweite große Chance souverän verwertete (42.) und für ein spannendes Schlussdrittel sorgte. Das ÖEHV-Team fightete und machte phasenweise auch Druck. Lebler (57.) und Hofer (59.) vergaben die letzten Chancen auf einen Punktgewinn.

Mit Schlussdrittel zufrieden

Verständlich nüchtern fiel die Analyse von Roger Bader aus: „Ich bin mit dem ersten Drittel sehr unzufrieden gewesen, obwohl es nur 1:1 gestanden ist. Ich habe das in der Pause auch kommuniziert. Die ersten zehn Minuten im Mitteldrittel waren auch nicht gut, aber schon besser. Ab der 30. Minute haben wir besser gespielt. Das Schlussdrittel war dann das bisher beste bei dieser WM. Es ist einfach hartes, hartes Lehrgeld, das die Spieler zahlen, dass sie schnellere Entscheidungen fällen müssen.“

Gleichzeitig hatte der ÖEHV-Coach bereits seinen Fokus auf das Schweden-Spiel gelenkt: „Ich glaube, niemand der die Szene kennt, erwartet einen Sieg von uns. Ich möchte aber, dass wir ein gutes Spiel spielen, dass wir unsere Spielprinzipien verbessern und so auftreten wie in den letzten 30 Minuten und aus dieser Partie was rausziehen für die noch wichtigeren Spiele, die dann kommen gegen Teams auf unserem Niveau.“

„Für die Spiele gegen Frankreich und Weißrussland muss uns das heute eine Lehre sein.“

Eishockey, A-Weltmeisterschaft 2018 in Dänemark

Gruppe A  Spielort: Kopenhagen

Österreich – Slowakei 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

Kopenhagen, 6094 Zuschauer

Torfolge: 2. 1:0 Lebler, 5. 1:1 Hascak, 23. 1:2 Jurco, 29. 1:3 Jaros, 42. 2:3 Schneider, 60. 2:4 Kristof (empty net)

Strafminuten: 8 bzw. 4

Österreich: Starkbaum; Schumnig, Unterweger; Ulmer, Viveiros; Schlacher, Heinrich; Peter, Altmann; Schneider, Hundertpfund, Ganahl; Hofer, M. Raffl, Lebler; Haudum, Komarek, Zwerger; Rauchenwald, Obrist, Spannring

Slowakei: Rybar; Cajkovsky, Sekera; Granak, Daloga; Jaros, Fehervary; Janosik, Grman; Jurco, Kristof, Nagy; Bakos, Hovorka, Hascak; Svitana, Buc, Bondra; Kudrna, Marcinko, Cingel

Tschechien – Schweiz 5:4 n. P. (1:1, 3:3, 0:0; 0:0)

Torfolge: 12. 0:1 Niederreiter, 17. 1:1 Kubalik, 21. 1:2 Hofmann (PP), 23. 1:3 Moser, 25. 2:3 Moravcik, 28. 2:4 Niederreiter (PP),
28. 3:4 Jaskin, 35. 4:4 Repik

Schweiz – Weißrussland heute, 16.15 Uhr

Schweden – Österreich heute, 20.15 Uhr (Live ORF Sport+)

Frankreich – Österreich Freitag, 16.15 Uhr

Österreich – Weißrussland Samstag, 16.15 Uhr

Tschechien – Österreich Montag, 20.15 Uhr

Tabelle Sp S SV NV N Tore

1. Russland 3 3 0 0 0 20: 0 + 20 9

2. Schweden 3 3 0 0 0 12: 2 + 10 9

3. Schweiz 3 1 1 1 0 9: 7 +  2 6

4. Tschechien 3 0 2 0 1 10: 9 +  1 4

5. Slowakei 3 1 0 1 1 6: 7 –  1 4

6. Frankreich 3 1 0 0 2 6:13 –  7 3

7. Österreich 3 0 0 1 2 4:14 – 10 1

8. Weißrussland 3 0 0 0 3 2:17 – 15 0

Gruppe B  Spielort: Herning

Südkorea – Lettland 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

Torfolge: 12. 0:1 Meija, 19. 0:2 Kenins, 29. 0:3 Bukarts,
42. 0:4 Balcers (PP), 60. 0:5 Bukarts (PP)

Finnland – Norwegen 7:0 (2:0, 4:0, 1:0)

Torfolge: 5. 1:0 Savinainen, 8. 2:0 Anttila, 22. 3:0 Teravainen, 24. 4:0 Kapanen, 39. 5:0 Nutivaara (PP), 40. 6:0 Granlund, 58. 7:0 Maenalanen (4:5)

Deutschland – Südkorea heute, 16.15 Uhr

Finnland – Dänemark heute, 20.15 Uhr

Tabelle Sp S SV NV N Tore

1. Finnland 3 3 0 0 0 23: 2 + 21 9

2. USA 3 2 1 0 0 12: 4 +  8 8

3. Kanada 3 2 0 1 0 21: 6 + 15 7

4. Lettland 3 1 1 0 1 9:10 –  1 5

5. Norwegen 3 0 1 1 1 7:14 –  7 3 6. Dänemark 3 0 1 0 2 4:13 –  9 2

7. Deutschland 3 0 0 2 1 6:11 –  5 2

8. Südkorea 3 0 0 0 3 1:23 – 22 0