Für Salzburg kein „Selbstläufer“

08.05.2018 • 16:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Drei Tage nach dem Ligaduell in Salzburg muss Sturm im Cupfinale schon wieder gegen die „Bullen“ ran.gepa
Drei Tage nach dem Ligaduell in Salzburg muss Sturm im Cupfinale schon wieder gegen die „Bullen“ ran.gepa

Österreichs Fußballmeister ist im Cupfinale gegen SK Sturm, weil noch ungeschlagen, der klare Favorit.

Klagenfurt Fünf Finale, fünf Titel: Meister Salzburg hat in Endspielen im ÖFB-Cup noch eine weiße Weste. Geht es nach der Papierform, wird diese Serie heute prolongiert werden. Da kämpfen die „Bullen“ im Klagenfurter Wörthersee-Stadion wenige Tage nach dem Heim-4:1 in der Liga im direkten Duell gegen Sturm um die Cup-Trophäe sowie den fünften Double-Gewinn in Folge.

Trainer Rose soll gehalten werden

Der würde ihnen den nächsten Eintrag in den heimischen Geschichtsbüchern bringen, nachdem sie als erstes Team überhaupt zum fünften Mal in Folge den Meistertitel geholt hatten. „Wir kennen das Gefühl, hier gewonnen zu haben und wollen es ein fünftes Mal hintereinander schaffen“, sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund. Deshalb fielen die Feierlichkeiten am Sonntag nicht überschwänglich aus. „Man spürt bei den Jungs, dass sie die Verantwortung spüren, die Saison mit dem Double zu beenden. Sie sind nach wie vor gierig“, so Salzburg-Trainer Marco Rose. Es wäre ein würdiger Abschluss eines Traum-Jahres, in dem man es bis ins Europa-League-Halbfinale schaffte. „Unser Wille, die Mentalität und die Qualität, die wir auf den Platz bringen können, sprechen für uns“, erläuterte Rose. Es ist damit zu rechnen, dass der Deutsche größtenteils auf jene Formation setzt, die vor gut einer Woche gegen Marseille mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen hatte, aber nicht mit dem Final-Aufstieg belohnt wurde.

Eine Änderung scheint fix: Das Tor wird Cican Stankovic hüten, der im Cup alle Spiele bestritten hat und mit Paraden im Halbfinal-Elfmeterschießen in Mattersburg hauptverantwortlich dafür war, dass sein Team ins Finale kam. Zudem ist der Einsatz des angeschlagenen Andreas Ulmer fraglich. Im Hintergrund hat in Salzburg längst der Kampf um den Verbleib von Trainer Rose begonnen. Der Vertrag des 41-jährigen Deutschen läuft bis 2019, doch schon nach dem Finale soll es Gespräche bezüglich einer vorzeitigen Verlängerung geben.

Mit Wut und Kontinuität

Bei den laut Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl „bis in die Haarspitzen motivierten“ Steirern gibt es keine personellen Fragezeichen. Auch die Zukunft des Wieners ist geklärt, Kreissl unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2020. Viele Änderungen im Vergleich zur Schlappe in Wals-Siezenheim sind nicht geplant, denn: „Man kann daraus eine Portion Wut mitnehmen, es kann eine sehr gute Motivation sein“, sagte Sturm-Coach Heiko Vogel.

„Es wird kein Selbstläufer. Ein Spiel auf Augenhöhe, Kleinigkeiten entscheiden“

Fußball

83. UNIQA-ÖFB-Fußball-Cupfinale

SK Sturm Graz – FC RB Salzburg heute

Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, 20.30 Uhr,
SR Lechner)

ORF eins überträgt live ab 20.15 Uhr