„Gold wär schon ziemlich cool“

11.05.2018 • 19:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit ihrem Sieg über die französische Weltmeisterin Alexandra Recchia konnte sich Bettina Plank für die Niederlage im WM-Halbfinale 2016 revanchieren. ÖKB/Roth
Mit ihrem Sieg über die französische Weltmeisterin Alexandra Recchia konnte sich Bettina Plank für die Niederlage im WM-Halbfinale 2016 revanchieren. ÖKB/Roth

Karateka Bettina Plank trifft am Samstag im EM-Finale auf die Türkin Serap Özçelik.

Novi Sad „Ich habe davon geträumt, aber dass ich jetzt nach meiner relativ langen Zwangspause wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk im EM-Finale stehe, ist ehrlich gesagt fast so etwas wie ein Sechser im Lotto.“ Bettina Plank hat sich beim Championat der European Karate Federation (EKF) im serbischen Novi Sad in ganz eindrücklicher Manier an der Weltspitze zurückgemeldet und mehr als nur eine Empfehlung für die im September beginnende Olympia-Qualifikation abgegeben. Plank besiegte zunächst die Bulgarin Kristina Svilenova 4:1, dann Alexandra Popp aus Rumänien 2:0 und im Kampf um den Finaleinzug die mehrfache französische Weltmeisterin Alexandra Recchia 3:2.

Die Gegnerin der 26-jährigen Feldkircherin im Kampf um Gold am Samstag (18.30 Uhr) ist eine gute Bekannte: Serap Özçelik. Die 30 Jahre alte Türkin ist aktuell die Nummer eins der Weltrangliste, dennoch auch nicht unbezwingbar. „Bei unseren Duellen gegeneinander konnte mal ich, mal sie gewinnen. Es ist alles offen, alles möglich. Für mich wird am allerwichtigsten sein, dass ich voll konzentriert bin und Vertrauen in mich und mein Können habe. Und dieses Vertrauen hab ich momentan. Ich fühle mich wieder wohl auf der Matte. Wenn dieses Gefühl fehlt, zögert man leicht und das ist in unserem Sport fatal. Man hat ja nur zwei Minuten Kampfzeit“, erzählt die HLSZ-Sportsoldatin.

Selbstvertrauen getankt

Bereits 2015 durfte die in Linz lebende Feldkircherin einen EM-Titel feiern, sich im Jahr 2018 wieder Europameisterin nennen zu dürfen „wär schon ziemlich cool“, sagt sie. „Natürlich hat man dieses Szenario im Hinterkopf und man erinnert sich zurück, wie es sich damals angefühlt hat und würde die Eindrücke gerne auffrischen.“

Unabhängig vom Ausgang des Goldduells darf sich Plank bereits jetzt schon über eine ordentliche Portion Selbstvertrauen für die im September mit dem Premier-League-Turnier in Berlin beginnende Olympia-Qualifikation freuen. „Besonders der Sieg gegen Recchia hat bewiesen, dass wieder mit mir zu rechnen ist.“ VN-JD