Luxbacher stahl allen die Show

13.05.2018 • 19:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniel Luxbacher (l.) gegen Emanuel Schreiner, der nach dem Ausfall von Philipp Netzer als Kapitän das Team auf das Feld führte.gepa
Daniel Luxbacher (l.) gegen Emanuel Schreiner, der nach dem Ausfall von Philipp Netzer als Kapitän das Team auf das Feld führte.gepa

Ex-Altacher spielte bei St. Pöltens 3:1-Sieg groß auf und düpierte Ex-Kameraden.

Altach Just vor den Augen seines ehemaligen Förderers Damir Canadi spielte Daniel Luxbacher groß auf. Doch nicht im Altach-Dress, das er viereinhalb Jahre trug, sondern als Spielgestalter im Mittelfeld der St. Pöltner. 136 Spiele hatte der nunmehr 26-Jährige einst unter Trainer Canadi gespielt, nach dem Aufstiegsjahr mit 2095 Einsatzminuten in 31 Spielen musste er dann kürzertreten. In drei BL-Spielzeiten kam er zwar auf 39 Einsätze, aber nur auf 1971 Spielminuten.

Auch nach seinem Wechsel nach St. Pölten musste er sich in Geduld üben, hinzu kam eine Verletzung. Erst unter Didi Kühbauer spielt der Rechtsfuß befreit auf. In Alt­ach war er der Taktgeber des Tabellenschlusslichts und mit seinen Vorlagen daran beteiligt, dass die Niederösterreicher die Partie nach einem frühen Führungstreffer der Hausherren innert 180 Sekunden drehten. „Es war schön, wieder nach Altach zurückzukehren“, freute sich Luxbacher ohne Schadenfreude. Hat der Wiener doch noch immer gute Freunde im Team der Rheindörfler. Vielmehr dachte er schon an die bevorstehende Relegation. „Endlich ein Sieg, das ist ein gutes Gefühl.“ Zusätzlichen Ansporn dürfte das Lob vom Coach geben. „Er hat das Auge für den Mitspieler und heute hat er das Spiel zu unseren Gunsten gedreht“, sagte Kühbauer über Luxbacher.

Kopfschütteln ob der Eigenfehler

Im Lager der Heimischen jedoch sorgte gerade die Tatsache, dass die Partie nach einer frühen Führung so aus der Hand gegeben wurde, für Unverständnis. „Für die Fehler, die wir dem Gegner angeboten haben, fehlt mir das Verständnis“, schüttelte Georg Zellhofer den Kopf. Der Geschäftsführer Sport hätte sich nach dem Sieg in Mattersburg mehr Mut im Spiel der Altacher gewünscht. Aber nach dem 1:0 habe man sich nur noch versteckt und keine Courage gezeigt. Das unterstreicht auch ein Blick in die Statistik, denn nach dem ersten Bundesliga-Treffer von Michael Cheukoua (21) nach 4:10 Minuten dauerte es geschlagene 26 Minuten, ehe man sich wieder dem Strafraum der Gäste näherte. Derweil konnten diese schalten und walten – und durch Pak (24.) und Atanga (27.), jeweils nach Vorarbeit von Luxbacher – eine 2:1-Pausenführung herausschießen. „Wir haben dann noch einmal alles versucht“, reagierte auch Trainer Klaus Schmidt auf die Unzulänglichkeiten vor der Pause. Taktisch wurde umgestellt, auch Patrick Salomon eingewechselt. Das brachte zwar etwas Schwung, aber nach dem Abseitstreffer von Adrian Grbic (66.) und dem 25-m-Hammertor von Manuel Martic (74.) waren die Bemühungen nur noch ein laues Lüftchen. Erklärungen dafür waren schwer zu finden. Auch für Rückkehrer Jan Zwischenbrugger, dem die Niederlage beim Comeback zu schaffen machte. Die Schulter machte zwar keine Probleme, dafür schmerzte der leblos wirkende Auftritt, für den er keine Ausreden suchte: „Patzig, keine Zweikämpfe angenommen . . .“

„Wir haben zu viele Eigenfehler angeboten, aber unsere Situation ist nicht einfach.“

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach SKN St. Pölten

11 Schüsse gesamt 16

 2 Schüsse auf das Tor 6

55 % Ballbesitz 45 %

 7 Ecken 5

10 Flanken aus dem Spiel 8

51 % Zweikampfquote 49 %

 3 Abseits 3

80 % Passquote 76 %

19 Fouls 20