Passende Antwort auf Heimniederlage

13.05.2018 • 20:05 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Hard-Routinier Michael Knauth erzielte vier Treffer und zählte wie Linkshänder Marko Tanaskovic und Kapitän Dominik Schmid (je fünf Tore) zu den Wegbereitern beim Auswärtserfolg bei West Wien.gepa
Hard-Routinier Michael Knauth erzielte vier Treffer und zählte wie Linkshänder Marko Tanaskovic und Kapitän Dominik Schmid (je fünf Tore) zu den Wegbereitern beim Auswärtserfolg bei West Wien.gepa

Alpla HC Hard gleicht mit 29:24-Erfolg bei West Wien in Halbfinalserie aus. Entscheidung am Dienstag.

Wien Der Charakter und die wahre Größe einer Mannschaft zeigt sich nicht im Sieg, sondern nach einer Niederlage. Vier Tage nach der bitteren 25:26-Heimniederlage hat sich der Alpla HC Hard mit einem 29:24-Auswärtserfolg bei West Wien wieder ins Rennen im Kampf um den Titel gebracht. Das finale Duell der Best-of-three-Halbfinalserie der Spusu Handball-Liga Austria steigt bereits am Dienstag (20.15 Uhr) in der Sporthalle am See in Hard.

Nie in Rückstand geraten

Mit einem gehaltenen Siebenmeter nach 56 Sekunden gegen Viggo Kristjansson sorgte Hard-Goalie Golub Doknic für die Initialzündung und bestätigte, dass der regierende Meister in der Do-or-Die-Partie bereit war, im Kampf gegen das drohende Saisonende an die Grenzen zu gehen. Obwohl Abwehrchef Frederic Wüstner fehlte, der in der Nacht auf Samstag erstmals Vater wurde und nach Komplikationen bei der Geburt fehlte, wurde in der Defensive konsequent agiert. Und auch im Angriff lief vieles runder als im Hinspiel. Der Meister erhöhte mit der stetigen Führung den Druck auf die Wiener, denen die nervliche Anspannung wesentlich mehr anzumerken war als den Roten Teufeln vom Bodensee. Nach der 12:11-Pausenführung legte die Equipe von Coach Petr Hrachovec izu Beginn des zweiten Durchganges mit einem Zwischenspurt auf 18:12 (38.) den Grundstein für den späteren Gesamterfolg. Selbst der frühe Verlust von Lukas Herburger nach seiner dritten Zeitstrafe (26.) und der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Dominik Schmid (50.) ließ die Harder Truppe nie in Bedrängnis kommen. West Wien setzte in der letzten Viertelstunde mit einer offenen Manndeckung alles auf eine Karte. Doch im Gegensatz zum Hinspiel ließ sich der routiniert und abgeklärt agierende Meister diesmal nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und brachte den wichtigten Start-Ziel-Sieg in souveräner Manier über die Ziel­linie.

Zufrieden äußerte sich Coach Hrachovec nach Spielende: „Die Jungs haben den Weckruf des Hinspiels vernommen und die passende Antwort gegeben. Wir waren extrem fokussiert, haben uns von keiner Entscheidung der Schiedsrichter aus dem Konzept bringen lassen und die Vorgaben vom An- bis zum Abpfiff durchgezogen. Jetzt ist der so wichtige Ausgleich in der Serie geschafft und nun gilt es, uns am Dienstag bei unseren Fans zu rehabilitieren, den Sack zuzumachen und den Finaleinzug zu fixieren“, betont der 45-jährige Tscheche kämpferisch.

„Die Jungs haben den Weckruf vernommen und eine reife Leistung abgeliefert.“

SPUSU Handball-Liga Austria 2017/18

Halbfinale (Best of three), 2. Spiel

SG Handball West Wien (4.) – Alpla HC Hard (TV, 1.) 24:29 (11:12)

BSFZ Südstadt, SR Brkic/Jusufhodzic

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 9; Rote Karte: 26. Herburger (3×2)

Spielverlauf: 6. 0:3, 16. 5:5, 19. 6:8, 25. 9:9, 33. 12:14, 39. 13:19, 46. 15:21, 49. 17:24, 52. 20:25, 56. 22:2657. 23:27

SG Handball West Wien: Uvodic, Kaiper; Seitz (1), Führer (3), Ragnarsson (4), Frimmel (4), Hajdu (2), Schiffleitner, Kofler, Jovanovic, Jelinek (5), Pratschner (2), Mittendorfer, Ranftl, Kristjansson (3), Fuchs

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic (1); Manuel Maier, Schmid (5), Raschle (2), Zivkovic, Schiller, Tanaskovic (5), Schwärzler, Knauth (4/1), Dicker (3), Herburger (1), Weber, Zeiner (4/1), Surac (1), Horvat (3)

1. Spiel

Alpla HC Hard – SG Handball West Wien   25:26 (11:10)

3. Spiel  

Alpla HC Hard – SG Handball West Wien Dienstag, 20.15 Uhr

Sporthalle am See, SR noch nicht bekanntgegeben

UHK Krems (3.) – HC Fivers WAT Margareten (2.) 30:23 (15:8)

Sporthalle Krems, SR Heiter/Kocic

UHK Krems: Deifl, Angelov; Jochmann (6/3), Schafler, Walzer,
Posch (5), Hasecic (2), Schopf (2), Visy (4), Prokop, Feichtinger (8), Nigg, Nikic, Tomann, Mitkov (2), Simek (1)

HC Fivers WAT Margareten: Filzwieser, Tanic; Ivan Martinovic (4/1), Nikolic (2), Stevanovic, Brenneis, Hutecek (3), Schweiger (2),
Stummer (1), Ziura (3), Marin Martinovic (1), Jonas (1), Kolar (4), Gangel, Riede (1), Seidl (1)

1. Spiel

HC Fivers WAT Margareten – UHK Krems   35:30 (20:14)

3. Spiel

HC Fivers WAT Margareten – UHK Krems Dienstag, 20.15 Uhr

Finale (Best of five)  18., 23., 26., 29. Mai und 2. Juni

Erklärung: Im ersten bzw. dritten Spiel bzw. ggf. fünften Spiel hat die besser klassierte Mannschaft nach der Bonusrunde Heimvorteil.