Vertrag vor dem Finale

14.05.2018 • 19:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hat vor, mit Mercedes weiter zu feiern: Lewis Hamilton steht vor einer Vertragsverlängerung beim Sterne-Team.apa
Hat vor, mit Mercedes weiter zu feiern: Lewis Hamilton steht vor einer Vertragsverlängerung beim Sterne-Team.apa

Lewis Hamilton rechnet mit Mercedes-Verlängerung in „naher Zukunft“.

Barcelona Lewis Hamilton rechnet mit einer baldigen Vertragsverlängerung beim deutschen Formel-1-Rennstall Mercedes. „Wir sind nicht mehr weit weg davon, die Dinge zu finalisieren. Es wird hoffentlich in der nahen Zukunft passieren“, sagte der WM-Spitzenreiter nach seinem Sieg beim Großen Preis von Spanien.

Die Bosse waren da

„Die Bosse waren da. Es gibt keine einzige Person in der höheren Hierarchie des Teams, die Zweifel hat, soweit ich das mitbekomme“, betonte Hamilton, der unter anderem vor den Augen von Daimler-Chef Dieter Zetsche seinen 64. Karrieresieg eingefahren hatte. „Natürlich wollen wir ihn nicht verlieren, ich glaube aber auch, dass er nirgendwo anders hin will“, sagte Teamchef Toto Wolff. Die Verhandlungen ziehen sich dennoch hin. Bereits vor der Saison schien ein neuer Kontrakt für den Titelverteidiger nur noch eine Formsache zu sein. „Wir hatten andere Prioritäten in den vergangenen Wochen“, betonte Wolff mit Blick auf die Probleme mit dem Auto in der neuen Saison.

Hamilton fährt seit 2013 für das deutsche Werksteam. Der mittlerweile 33-Jährige war damals als Nachfolger für Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher zu Mercedes gewechselt. 2014, 2015 und 2017 gewann Hamilton mit den Silberpfeilen den Titel, 2016 musste er sich seinem damaligen Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. Seinen ersten WM-Triumph hatte er 2008 und damit ein Jahr nach seinem Einstieg in die Motorsport-Königsklasse gefeiert.

Nach Platz vier in Barcelona setzt Sebastian Vettel sein Ferrari-Team unter Druck. „Wir müssen verstehen, was fehlt“, sagte Vettel und wirkte dabei selbst ein bisschen ratlos. Im stetigen Wettrüsten scheinen Hamiltons Ingenieure offenbar mal wieder den besseren Job zu erledigen. Die Updates an seiner „Loria“ hätten zwar grundsätzlich funktioniert, sagte Vettel, aber „vielleicht haben die anderen mehr gemacht“. Das zehrt an den Nerven. Es gebe „viel Arbeit zu erledigen“.

Bullen-Piloten müssen zahlen

Der Crash zwischen Max Verstappen und Daniel Ricciardo beim Grand Prix in Aserbaidschan Ende April kommt die Red-Bull-Teamkollegen teuer zu stehen. „Beide werden eine Spende für eine wohltätige Sache im sechsstelligen Bereich tätigen“, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko in Spanien dem ORF. Zuvor hätten sich die Piloten bereits bei den Mitarbeitern in der Fabrik in Milton Keynes entschuldigt.