Mit „Emilie“ das Medal Race im Visier

17.05.2018 • 17:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Als erstes Etappenziel haben sich David Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr (Bild) bei der 470er-EM in Burgas die Qualifikation für das Medal Race (Top Ten) gesetzt.GEPA
Als erstes Etappenziel haben sich David Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr (Bild) bei der 470er-EM in Burgas die Qualifikation für das Medal Race (Top Ten) gesetzt.GEPA

EM ist zugleich WM-Generalprobe für Segelduo Bargehr/Mähr.

Bregenz Nach der erstmaligen Wahl zur Mannschaft des Jahres 2017 in Vorarlberg wartet auf das Segelduo David Bargehr (28) und dessen zehn Monate jüngeren Vorschoter Lukas Mähr nun die Reifeprüfung auf dem Wasser. In Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste wird ab Samstag bis Donnerstag die Europameisterschaft in der olympischen 470er-Klasse ausgetragen. In fünf Qualifikationsläufen geht es am Wochenende darum, sich für die sechs Finalwettfahrten und schließlich für das abschließende Medal Race (Top Ten) zu qualifizieren.

Blick nach vorne gerichtet

Nach einer von den Platzierungen nicht wirklich schlechten, aber hinter den eigenen Ansprüchen liegenden erste Saisonhälfte haben die Gesamtzweiten im 2017-Weltcup und WM-Dritten des letzten Jahres die Ärmel ordentlich hochgekrempelt und eine intensive Analyse betrieben. „Es wäre falsch, die Ränge zwölf (Gamagori), 13 (Miami) bzw. 18 vor wenigen Tagen in Hyères, als schlechte Ausbeute zu bezeichnen. Doch so richtig, wie wir es uns vorstellen, sind wir noch nicht in Fahrt gekommen. Doch was war, kann man nicht mehr ändern. Wir haben unseren Blick nach vorne gerichtet und wollen bei der EM den ersten Schritt zurück in die absolute Weltspitze machen“, betont Lukas Mähr.

Die beiden HLSZ-Sportsoldaten treten in Burgas mit ihrem neu getauften Boot Emilie an. Es ist das „Geschwister-Schiff“ ihres ebenso im vergangenen Herbst erhaltenen Bootes Amelie. „Durch den Ankauf, dessen Finanzierung dank des Sportministeriums möglich war, wird das Handling zwischen den einzelnen Regatten etwas einfacher. Es handelt sich um zwei ident gleiche Schiffe und so können wir ohne große Umstellungen vom einen zum anderen Boot wechseln“, erklärt Mähr.

Insgesamt sind 46 Boote aus 24 Nationen bei der offen ausgeschriebenen Europameisterschaft gemeldet und die aktuell als drittbestes europäisches Team in der Weltrangliste auf Position sechs gereihte Equipe des YC Bregenz hat sich als erstes Etappenziel den Einzug in das Medal Race (Top Ten) zum Ziel gesetzt. „Um dies zu erreichen, darf man sich keine großen Ausreißer erlauben. Doch wir sind gut drauf und segeln voll auf Angriff“, betont Steuermann Bargehr.

Ob die Bregenzer im Anschluss an die EM noch am Weltcupfinale in Marseille (ab 3. Juni) teilnehmen, oder direkt nach Aarhus reisen, ist noch offen. „Theoretisch wären wir für Marseille qualifiziert. Doch der Reisestress wäre enorm und es kann sein, dass wir darauf verzichten und uns in Dänemark auf die WM (30. Juli bis 12. August) vorbereiten“, erklärt Mähr.

„Wir sind gut drauf und segeln voll auf Angriff. Ziel ist eine Top-Ten-Platzierung.“