„Die Niederlage tut weh“

27.05.2018 • 20:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit Handküssen verabschiedete sich der Altacher Adi Hütter von den Berner Fans.afp
Mit Handküssen verabschiedete sich der Altacher Adi Hütter von den Berner Fans.afp

Der FC Zürich feierte im Schweizer Cupfinale einen überraschenden 2:1-Sieg über Adi Hütters Young Boys.

Bern In der Schweiz freute man sich über ein „Riesenspektakel“, doch den Fans der Young Boys Bern tat die Cupfinal-Niederlage doppelt weh. Im Berner Stade de Suisse sollte vor rund 30.000 Zuschauern eine unglaubliche Saison mit dem Cupsieg zu Ende gebracht werden. Nicht nur verpasste man nach der furiosen Meisterschaftssaison das Double, auch ein gebührender Abschied von Meistermacher Adi Hütter blieb somit aus. Letztendlich holte der FC Zürich zum zehnten Mal den Pokal. Grund dafür war der bessere Start in die Partie. Ex-Berner Michael Frey krönte diesen in der elften Minute mit der Führung. YB brauchte knapp eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden.

Wenig später war es erneut Frey, der im Fokus stand: Nach einem Zweikampf mit YB-Leader Sekou Sanogo erhitzten sich die Gemüter. Als der Berner Mittelfeldspieler sich von Freys Arm befreien wollte, traf er ihn im Gesicht, woraufhin der FCZ-Stürmer theatralisch zu Boden ging und Rot wegen Tätlichkeit forderte. Schiedsrichter Adrien Jaccottet beruhigte die Gemüter jedoch und verwarnte die beiden Streithähne.

In der zweiten Hälfte verwaltete Zürich die Führung. Zürichs Sangone Sarr (zur Pause eingewechselt) musste nach 22 Minuten allerdings mit Gelb-Rot vom Platz. Doch anstatt eines Aufbäumens der Berner, folgte die 2:0-Führung durch Antonio Marchenaso (74.). Den einzigen Treffer der Young Boys erzielte Miralem Sulejmani knapp sechs Minuten später, nach einem Assist von Ex-Altacher Nicolas Ngamaleu.

„Die Niederlage tut weh, ich bin ein bisschen traurig – einerseits weil ich gehe, andererseits wegen der Niederlage“, meinte Adi Hütter nach der Partie. Für den Altacher folgt nun mit dem Wechsel zur Frankfurter Eintracht der nächste Schritt in seiner Karriere. „Ich habe mich wahnsinnig wohl gefühlt in dieser Stadt, bei diesem Verein. Auch wenn es jetzt eine Niederlage war und wir den Titel nicht gewonnen haben, ist es, wenn wir ein paar Jahre zurückblicken, eine sehr erfolgreiche Zeit.“

„Ich bin ein bisschen traurig – einerseits weil ich gehe, andererseits wegen der Niederlage.“