Fünftes EM-Gold in Serie für Radballduo Schnetzer/Bröll

Sport / 03.06.2018 • 18:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Radball-Europameister Patrick Schnetzer und Markus Bröll, flankiert von den Vizeeuropameistern Adriana Mathis (l.) und dem Vierer des RC Höchst.Verband
Die Radball-Europameister Patrick Schnetzer und Markus Bröll, flankiert von den Vizeeuropameistern Adriana Mathis (l.) und dem Vierer des RC Höchst.Verband

Wiesbaden Bei der ersten Hallenrad-Europameisterschaft in Wiesbaden konnten Vorarlbergs Aktive ihre weltweite Ausnahmestellung wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Das Radballduo Patrick Schnetzer (24) und Markus Bröll (31) sicherte sich zum fünften Mal in Folge die kontinentale Krone. Bei den erstmals in der Geschichte auf europäischer Ebene um Medaillen kämpfenden Kunstradfahrern gab es für Adriana Mathis (23) im Einer bzw. das Quartett Leonie Huber (20), Julia Wetzel (18) bzw. Lea (17) und Lukas Schneider (19) im Vierer jeweils die silberne Auszeichnung.

Weltmeister bezwungen

Knapp sieben Monate nach der 3:4-Niederlage im Finale bei der Heim-WM in Dornbirn meldeten sich Schnetzer/Bröll in Wiesbaden in gewohnt beeindruckender Manier an der Weltspitze zurück. Mit fünf Siegen und einem Torverhältnis von 37:10 entschieden die Weltmeister der Jahre 2013, 14, 15 und 16 und aktuellen Vizeweltmeister die Vorrunde für sich. U. a. setzten sich Schnetzer/Bröll in der Neuauflage des 2017-WM-Endspiels gegen die Deutschen Bernd und Gerhard Mladys mit 5:3 durch. Nach dem 7:2-Erfolg im Halbfinale über die Tschechen Jiri Hrdlicka/Pavel Loskot gab es im Duell um Gold einen 5:2-Sieg gegen die aufstrebenden Schweizer Benjamin und Severin Waibel.

Silber für Mathis im Einer

Bei den Kunstradsportlern musste Mathis, die 2015 Weltmeisterin wurde und im Vorjahr nach längerer Verletzungspause mit WM-Bronze ein glänzendes Comeback feierte, mit 170,03 Punkten lediglich der Deutschen Viola Brand (186,58) den Vortritt lassen und hatte knapp 15 Punkte mehr auf dem Konto als die drittplatzierte Schweizerin Nathalie Walter. Denise Boller, die am Sonntag ihren 36. Geburtstag feierte, belegte mit 151,07 Punkten den sechsten Rang unter 17 Teilnehmern. Bei den Männern belegte Christopher Schobel (19) mit 129,68 Punkten den siebten Rang unter 13 Startern.

Eine gelungene Talentprobe lieferte das Höchster Quartett bei seinem dritten Großevent ab. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 175,98 Punkten durfte sich der Vierer mit Silber über seine erste Medaille freuen und kann sich nun auch bei der Weltmeisterschaft realistische Chancen ausrechnen. Die WM in diesem Jahr wird vom 23. bis 25. November in Lüttich ausgetragen. VN-JD